Backen, Sistereck

Chai-Muffins mit Ricotta-Zitronen-Aufstrich

Rebekka vom Blog Kaleidoscopic Kitchen hat sich in einem Ihrer Beiträge diese Woche  die Frage gestellt, was eigentlich den Unterschied zwischen Muffins und Cupcakes ausmacht. Eine sehr interessante Fragestellung! Und auch wenn es auf den ersten Blick so offensichtlich erscheint („Na es ist das Topping!“, werdet Ihr jetzt denken), ist es doch etwas komplexer. Einen tollen Post, den du da geschrieben hast, liebe Rebekka! Wen es interessiert, hier geht’s zur Auflösung 🙂

Mich hat sie mit dem Beitrag nicht nur erstmal zum Grübeln gebracht, sondern auch daran erinnert, dass ich dringend mal ein neues Muffin-Rezept auf dem Blog bräuchte. Während die Tartes deutlich überrepräsentiert sind, werden Muffins stiefmütterlich vernachlässigt. Das ändert sich hiermit ein wenig.

Bei anhaltenden Minusgraden draußen hatte ich das dringende Bedürfnis nach einer Sorte, die Gemütlichkeit verströmt. Chai-Muffins sind da perfekt, oder? Und wer bei dem Wetter lieber etwas fruchtiges möchte, für den hätte ich noch einen Ricotta-Zitronen Aufstrich dazu.

Was Ihr zum Nachbacken braucht:

Für 12 Stück (normale Größe)

Für die Muffins

  • 100 ml Sonnenblumenöl
  • 120 g Zucker
  • 60 ml Honig
  • 2 TL Vanilleextrakt
  • 1 TL Zitronenschalen
  • 2 Eier
  • 240 g Ricotta-Käse
  • 200 g Mehl
  • 2 TL Backpulver
  • 1 TL Zimt
  • 1 TL Ingwer
  • 1/2 TL Kardamon
  • 1/2 TL Piment

Für das Topping

  •  4 EL Ricotta-Käse
  • 1 EL Honig
  • 1 TL Mohn
  • 2 TL Zitronenschalen

Bevor es losgeht, den Backofen auf 180 Grad (Ober-/Unterhitze) vorheizen und ein 12er Muffinblech mit Papierförmchen bestücken.

Für die Muffins: Mit den Rührstäben der Küchenmaschine Zucker, Honig, Vanilleextrakt, Zitronenschalen und Öl gut verrühren, dann nach und nach die Eier dazugeben und noch einige Minuten weiter schlagen. Den Ricotta-Käse dazugeben. Mehl und Backpulver mit den Chai-Gewürzen vermischen und zur Zucker-Masse geben und alles gut durchrühren. Den fertigen Teig in die Muffin-Förmchen verteilen und im vorgeheizten Backofen auf der mittleren Einschubschiene 20 – 25 Minuten backen. Um zu kontrollieren, ob der Teig durchgebacken ist, könnt Ihr einfach mit einem Zahnstocher in den Teig stechen. Wenn die Masse am Stäbchen kleben bleibt, noch ein paar Minuten weiterbacken.

Für den Aufstrich: Ricotta-Käse, Honig, Mohn und Zitronenschale in eine Schüssel geben und ein paar Minuten gut verrühren. Fertig!

Die Muffins noch Ofenwarm oder auch auf Zimmertemperatur abgekühlt mit etwas Aufstrich servieren.

Guten Appetit!

Adventskalender, Backen, Sistereck

Gewürz Gugel

Heute gibt es mal etwas Realität aus dem Bloggeralltag. Wie entsteht die Idee für das, was Ihr hier so findet? Auf der Suche nach Rezepten für den Adventskalender kam ich auf die Idee für einen Spekulatius-Gugelhupf. Ein klassischer Gugelhupf verfeinert mit Spekulatiusgewürz – yummy! Geworden ist es jetzt ein Gewürz-Gugelhupf, der eher nach einem Chai-Gugel als einem Spekulatius-Gugel schmeckt. Ich persönlich finde es fast besser 😀 Ich liebe allerdings auch Chai-Gewürze. Und warum hab ich es geändert? Tja, Spekulatius-Gewürz scheint in Marburg nicht soooo verbreitet zu sein … Auf jeden Fall habe ich die Suche nach einigen erfolglosen Versuchen eingestellt und mich im Internet auf die Suche nach der Zusammensetzung von Spekulatius-Gewürz gemacht. Was ich gefunden haben? Ganz viele verschiedene Rezepte. Wobei die Grundzusammensetzung immer relativ gleich war. Und die erinnerte mich sehr an Chai-Gewürze. Also hab ich einfach ausprobiert, wie der Gugelhupf so schmecken würde. Da Ihr das Rezept jetzt hier findet, hat es mich überzeugt. Und ich bin gespannt, wie es Euch schmecken wird!

Gewürz Gugel 3

Was Ihr zum Nachbacken braucht

  • 250 g warme Butter
  • 200 g Zucker
  • 3 Eier
  • 250 g Mehl
  • 1/2 Päckchen Backpulver
  • Gewürzmischung
  • 25 ml Milch

Gewürzmischung:

  • 2 TL Zimt
  • 1/2 TL Muskatnuss
  • 1/2 TL gemahlenen Ingwer
  • 1/4 TL gemahlene Nelken
  • 1/2 TL Kardamon
  • 1/4 TL gemahlene Vanille

Bevor es losgeht, den Backofen auf 180 Grad (Ober-/Unterhitze) vorheizen und eine Gugelhupfform oder eine Springform mit Rohrboden (∅ 24 oder 26 cm) mit Butter einfetten und mit Mehl ausstäuben.

Die warem Butter mit dem Zucker schaumig schlagen und die Eier einzeln und unter ständigem Rühren hinzugeben. Das Mehl mit dem Backpulver und der Gewürzmischung vermengen. Im Wechsel mit der Milch zur Butter-Zucker-Mischung geben.

Den Kuchen in das unteren Drittel des vorgeheizten Ofens schieben und ca. 50 Minuten backen. Um zu kontrollieren, ob der Teig durchgebacken ist, einfach mit einem Zahnstocher in den Teg stechen. Wenn Teig am Stäbchen kleben bleibt, noch ein paar Minuten weiterbacken. Lasst Euch nicht davon täuschen, dass Euch der Teig vielleicht noch zu weich vorkommt oder sich etwas eindrücken lässt. Sobald er abkühlt härtet der Kuchen außen etwas nach und bleibt innen trotzdem schön fluffig und vor allem saftig!

Den Gugelhupf aus dem Ofen nehmen, 10 Minuten abkühlen lassen und anschließend aus der Form stürzen. Wenn Ihr mögt, könnt ihr den Gugel vor dem Servieren noch mit Puderzucker bestreuen.

Guten Appetit!

Gewürz Gugel 2

Backen, Sistereck

Bananen-Käsekuchen

Das ich nicht der allergrößte Fan der New York Cheescake-Variante bin, habe ich ja in meinem Post zum Rezept von Mamas Käsekuchen schon mal angedeutet. Was allerdings nicht heißt, dass ich bei Käsekuchen nicht auch mal experimentieren würde. Vor einiger Zeit lagen in der Küche einmal mehr etwas ältere Bananen herum. Mein erster Gedanke bei alten Bananen ist immer Bananenmilch. Da ich aber im Begriff war einen Käsekuchen zu Backen, dachte ich mir, warum nicht beides verbinden? Und da zu Banane einfach super Schokolade passt, änderte ich auch den Boden für den Käsekuchen etwas ab. Außerdem habe ich mich zu einem Topping hinreißen lasse – man sollte den Kuchen schließlich auch optisch von der klassischen Variante unterscheiden können. Et voilà, hier kommt das Ergebnis meines Experiments; mich hat es überzeugt 😀

Was Ihr zum Nachbacken braucht

Knetteig:

  • 200 g Mehl
  • 3 TL Kakao
  • 100 g weiche Butter
  • 60 g Zucker
  • 3 EL Milch

Quark-Masse:

  • 2 reife Bananen
  • 5 EL Zitronensaft
  • 6 Eier
  • 120 g Zucker
  • 1 Päckchen Vanille- oder Vanilinzucker
  • 1 kg Quark
  • 3 EL Mehl

Topping:

  • 2 Bananen
  • 1 Päckchen klaren Tortenguss
  • 2 EL Zitronensaft
  • Zucker
  • 100 g dunkle Kuvertüre zum Verzieren

Bananenkäsekuchen

Bevor es losgeht, den Backofen auf 180 Grad (Ober-/Unterhitze) vorheizen und eine Springform (∅ 24 oder 26 cm) mit Butter einfetten.

Für den Teig: Aus Mehl, Kakao, Butter, Zucker und Milch zunächst mit den Knetstäben der Küchenmaschine und anschließend mit der Hand einen glatten Teig kneten. Er sollte klebrig, aber nicht mehr flüssig sein. Diesen gleichmäßig auf dem Boden und an den Rändern der Springform verteilen und festdrücken. Den Boden 20 – 30 Minuten kalt stellen und anschließend einige Male mit der Gabel einstechen.

Für die Quarkmasse: Die Bananen schälen und zusammen mit dem Zitronensaft und dem Vanillezucker pürieren. Der Zitronensaft sorgt dafür, dass die Bananenmasse nicht so braun wird. Die Eier in Eiweiß und Eigelb trennen und zunächst das Eiweiß mit einem Mixer (Rührstäbe) steif schlagen. Anschließend zur Seite stellen. Die Eigelb mit Zucker und Vanillezucker schaumig schlagen (Rührstäbe), den Quark und das Bananenpüree dazugeben, dann das Mehl hinzufügen und alles zu einer glatten Masse verrühren. Jetzt erst den Eischnee mit einem Kochlöffel unter die Quarkmasse heben, anschließend die Masse auf dem Knetboden verteilen.

Den Kuchen im unteren Drittel des vorgeheizten Backofens ca. 40 Minuten backen, bis die Oberfläche beginnt, goldgelb zu werden. Achtet darauf, dass dies nicht nur an den Rändern passiert, da der Kuchen in diesem Fall in der Mitte oft noch weich ist. Um zu kontrollieren, ob der Teig durchgebacken ist, könnt Ihr einfach mit einem Zahnstocher in den Teig stechen. Wenn die Masse am Stäbchen kleben bleibt, noch ein paar Minuten weiterbacken. Ein weiteres gutes Indiz ist außerdem, wenn der Kuchen über den Rand in die Höhe aufgeht. Er sieht dann ein bisschen aus wie ein Pilz 😉

Abschließend einige Minuten im Ofen und dann 1-2 Stunden außerhalb auskühlen lassen.

Für das Topping die Bananen schälen und in gleichmäßige Scheiben schneiden. Diese auf dem abgekühlten Boden verteilen, den Tortenguss mit Zucker und Zitronensaft nach Packungsbeilage zubereiten und über dem Kuchen verteilen. Wenn der Tortenguss fest ist (das dauert in der Regel an die 30 Minuten, eventuell auch etwas länger) die Kuvertüre in einem Wasserbad oder in der Mikrowelle erweichen und auf dem Kuchen verteilen.

Guten Appetit!

Backen, baking, Sistereck

WM-Gugel

Heute geht’s wieder los, 4 Wochen lang wird Fußball wohl das Hauptthema in vielen Köpfen, Wohnzimmern, Biergärten, Kneipen und Medien sein. Für die Einen ist es spannend und macht Spaß, Andere werde sicher genervt sein. Ich freue mich drauf 🙂

Ich weiß ehrlich gesagt nicht mehr, aus welcher Laune heraus das passiert ist, aber zur EM vor zwei Jahren hatte ich zu jedem Spiel etwas in schwarz-rot-gold gebacken. War irgendwie lustig und diejenigen mit denen wie geschaut haben, hatten auch gleich was davon.

Zur WM möchte ich das wieder aufleben lassen und Euch die Rezepte diesmal auch hier verraten. Da lohnt sich das Daumendrücken für die deutsche Mannschaft doppelt – je weiter sie kommen, desto mehr Rezepte gibt es 😉 (hoffentlich nehme ich jetzt den Mund nicht zu voll und am Ende gehen mir die Ideen aus…).

Den Anfang machen schwarz-rot-goldene Zitronenminigugel.

Was Ihr zum Nachbacken braucht

  • 250 g weiche Butter
  • 250 g Zucker
  • 2 Päckchen Zitronenschalen
  • 1 TL Zitronensäurepulver
  • 4 Eier
  • 200 g Weizenmehl
  • 75 g Speisestärke
  • 1 TL Backpulver
  • Lebensmittelfarbe
  • 3 Einwegspritzbeutel

Bevor es losgeht den Backofen auf 180°C vorheizen und die Formen für die Minigugel einfetten.

Die Butter mit dem Zucker, den Zitronenschalen und der Zitronensäure mit den Rührstäben der Küchenmaschine auf höchster Stufe schaumig schlagen.

Die Eier einzeln dazugeben, jedes Ei ca. 1 Minute einrühren.

Mehl, Stärke und Backpulver vermischen und mit den Knethaken unter die Butter-Zucker-Ei Masse rühren bis ein glatter Teig entstanden ist.

Den Teig Dritteln und je eine Portion in schwarz, rot und gelb einfärben.

Die Spritzbeutel am unteren Ende einschneiden, sodass eine ca. 1 cm große Öffnung entstehe. Je eine Portion des Teiges in einen eigenen Spritzbeutel füllen.

Den farbigen Teig Schicht für Schicht in die Förmchen einfüllen.

Für 20-25 Minuten bei 180°C backen und einige Minuten abkühlen lassen.

Guten Appetit und fröhliches Fußballschauen!

P.S. Die Gugel schmecken natürlich auch ungefärbt gut!

Backen, Sistereck

Käsekuchen-Streusel-Muffins mit Rhabarber

Als ich vor kurzem die Rezepte auf dem Blog durchging, fiel mir auf, das Muffins und Cupcakes stark unterrepräsentiert sind. Keine Ahnung warum. Ich backe ja eigentlich dauernd und gerne auch mal Muffins oder Cupcakes weil die so schön handlich sind.  Just zu diesem Zeitpunkt kam mein Mann mit dem Wunsch seiner Kollegen nach etwas gebackenem nach Hause. Von meinem letzten Rezept hatte ich noch etwas Rhabarberkompott übrig und zudem Lust auf Käsekuchen. So entstand also ziemlich schnell die Idee, beides zu kombinieren. Weil ich aber irgendwie fand, das noch was fehlte, kamen Kurzerhand noch Streusel dazu. Und ich kann Euch sagen: genial! Mein Mann befand, es seien die besten Muffins, die ich je gebacken hätte. Und da er alles ausprobieren „muss“, was ich so backe, wurde ich sagen, das ist ein Wort. Oder?

P.S. Lasst Euch nicht davon abschrecken, dass das Rezept so lang aussieht. Es lohnt sich und geht deutlich schneller als es auf den ersten Blick scheint 😉

Was Ihr zum Nachbacken braucht:

Teig

  • 125 g Butter
  • 125 g Zucker
  • 1 Ei
  • 250 g Mehl
  • 1 TL Backpulver

Quarkmasse

  • 500 g Quark
  • 100 g Zucker
  • 3 Eier
  • 100 g zerlassene Butter
  • 2 EL Mehl

Streusel

  • 100 g Mehl
  • 50 g Zucker
  • 50 g weiche Butter

Rhabarberkompott

  • 300 g Rhabarber
  • 50 g Zucker

Bevor es losgeht, den Backofen auf 180 Grad (Ober-/Unterhitze) vorheizen und ein Muffinblech einfetten.

Für den Rührteig Ei, Butter und Zucker mit dem Mixer (Rührstäbe) einige Minuten kräftig aufschlagen bis alles schaumig ist. Das Backpulver unter das Mehl mischen und zu der schaumigen Ei-Butter-Masse dazugeben. Einige Minuten auf mittlerer Stufe unterrühren. Der Teig sollte anschließend nicht zu zäh, aber auch noch nicht flüssig sein. Im ersten Fall kann einfach ein Schluck Milch zugegeben werden. Für den Fall, dass der Teig flüssig sein sollte, nach und nach ein wenig Mehl hinzugeben. Anschließend in Folie wickeln und mindestens 30 Minuten kalt stellen.

Den Rührteig auf einer bemehlten Fläche ca. 1 cm dick ausrollen und mit einem Glas 12 Teigkreise ausstechen. Damit die Muffinförmchen auskleiden.

Für die Quarkmasse:  Die Eier mit Zucker und Vanillezucker schaumig schlagen (Rührstäbe), den Quark dazugeben und die Butter unterrühren, dann das Mehl hinzufügen und alles zu einer glatten Masse verrühren.

Den Rhabarber für den Kompott gut waschen und zerkleinern. Mit dem Zucker in einen Topf geben und einige Minuten bei kleiner Hitze köcheln lassen, bis der Rhabarber beginnt zu zerfallen. Dabei immer wieder umrühren. Die Kochzeit könnt ihr davon abhängig machen, wie stark Ihr den Rhabarber zerkochen wollt. Soll er noch bissfest sein, reicht es so lange zu kochen bis sich der Zucker gelöst hat.

Um die Streusel herzustellen, werden Mehl, Zucker, Vanillezucker und Butter in eine Rührschüssel gegeben und mit den Rührstäbe des Mixers zu feinen Streuseln verrührt. Damit das gelingt, sollte die Butter zwar weich, aber nicht flüssig sein! Andernfalls entsteht ein großer Klumpen statt feiner Streuseln.

Die Quarkmasse gleichmäßig auf die mit Teig ausgekleideten Muffinförmchen verteilen, einen EL Rhabarber-Kompott darauf geben und mit Streuseln bedecken. Im heißen Ofen ca. 25-30 Minuten backen und anschließend gut abkühlen lassen.

Guten Appetit!

Backen, Sistereck

Panna Cotta Tarte mit Rhabarberkompott

Frühling = Rhabarberzeit! In den letzten Jahren kam oft erst der Rhabarber in die Regale der Supermärkte oder in die Körbe der Marktstände und dann Sonne und Wärme. Der Rhabarber war also sozusagen der Frühlingsbote. Nicht in diesem Jahr. Da kam erst das frühlingshafte Wetter, der Rhabarber ließ noch etwas auf sich warten. Jetzt habe ich endlich welchen bekommen und natürlich gleich zugeschlagen.

Ich liebe dieses saure Gemüse! Und am liebsten esse ich ihn natürlich in Kuchenform – Überraschung 😉 Wegen der Säure des Rhabarbers eignet sich etwas wirklich süßes wie Panna Cotta perfekt dazu. Oder was meint Ihr? Ich habe es ausprobiert und war begeistert!

Was Ihr zum Nachbacken braucht:

Für den Mürbeteigboden

  • 220 g Mehl
  • 125 g weiche Butter
  • 20 ml Wasser
  • 1 Eigelb
  • 50 g Zucker

Für die Panna Cotta

  • 400 g Schlagsahne
  • 50 g Zucker
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • 3 Blatt Gelatine

Für den Rhabarberkompott

  • 300 g Rhabarber
  • 50 g Zucker

Bevor es losgeht, den Backofen auf 180 Grad (Ober-/Unterhitze) vorheizen und eine Tarteform (∅ 24 oder 26 cm) mit Butter einfetten.

Für den Mürbeteigboden: Das Mehl mit Butter, Zucker und Ei vermischen und mit den Knethaken der Küchenmaschine zu einem glatten Teig kneten. Sollte der Teig zu krümelig sein, etwas Wasser dazu geben. Die Tarteform mit dem Teig auslegen und mit einer Gabel einige Male in den Teig stechen (so wird die Blasenbildung verhindert). Anschließend 2-3 Stunden kühl stellen. Wenn Ihr unter Zeitdruck steht, reichen auch 30 Minuten.

Den ausgekühlten Teig mit Backpapier belegen, getrocknete Erbsen oder Linsen darauf streuen und alles im vorgeheizten Backofen 15 Minuten blind backen. Diese Technik dient dazu, dass der Rand aufgehen kann, der Boden jedoch flach bleibt und der Teig nachher besser gefüllt werden kann. Anschließend das Backpapier mit den Hülsenfrüchten entfernen und noch 10 Minuten weiterbacken. Anschließend gut abkühlen lassen.

Für die Panna Cotta die Sahne mit Zucker und Vanillezucker unter Rühren aufkochen. Anschließend 2-3 Minuten weiter köcheln lassen, dabei auch weiterhin rühren, damit die Sahne nicht anbrennt. Die Sahne vom Herd nehmen und etwas abkühlen. In dieser Zeit die Gelatine ca. 5 Minuten in Wasser einweichen, ausdrücken und in die noch heiße Sahne-Mischung geben. Die Masse vorsichtig auf dem Tarteboden verteilen und mindesten 6 Stunden (am besten aber über Nacht) abkühlen und fest werden lassen.

Den Rhabarber für den Kompott gut waschen und zerkleinern. Mit dem Zucker in einen Topf geben und einige Minuten bei kleiner Hitze köcheln lassen, bis der Rhabarber beginnt zu zerfallen. Dabei immer wieder umrühren. Die Kochzeit könnt ihr davon abhängig machen, wie stark Ihr den Rhabarber zerkochen wollt. Soll er noch bissfest sein, reicht es so lange zu kochen bis sich der Zucker gelöst hat.

Den fertigen Kompott auf der ausgekühlten Tarte verteilen oder separat dazu reichen.

Guten Appetit!

Backen, Sistereck

Orangen-Cupcakes

Wenn ich mich bei Instagram so umschaue, habe ich das Gefühl, dass neben den Nummern-Kuchen das Bananenbrot und der Fantakuchen die größten Essenstrends des Frühjahrs sind. Ich muss ehrlich zugeben, dass ich nichts von alledem bisher gebacken habe. Und bis vor einem Jahr hatte ich von Fantakuchen noch nicht mal was gehört… Ich kann also nicht behaupten, dass es für mich eine Kinheitserinnerung ist 😀 Keine Ahnung, wie dieser leckere Kuchen an mir vorbeigehen konnte, war ich doch schon immer eine Zuckerschnute. Letztes Wochenende habe ich dann kurzerhand entschieden, dass ich mich dringend mal an einer Variante des Fanta-Kuchens versuchen muss. Rausgekommen sind dieses leckeren Orangen-Cupcakes mit bunten Streuseln.

Was Ihr zum Nachbacken braucht

Muffins

  • 4 Eier
  • 200 g Zucker
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • 140 ml Öl
  • 180 ml Orangenlimonade
  • 2 Päckchen Orangenschalen
  • 350 g Mehl
  • 1 Päckchen Backpulver

Topping

  • 200 ml Schlagsahne
  • 1 Päckchen Sahnesteif
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • 200 g Schmand
  • 200 g Speisequark
  • bunte Streusel

Bevor es losgeht, den Backofen auf 180 Grad (Ober-/Unterhitze) vorheizen.

Für die Muffins: Mit den Rührstäben der Küchenmaschine Zucker, Vanillezucker und Öl gut verrühren, dann nach und nach die Eier dazugeben und noch einige Minuten weiterschlagen. Mehl, Backpulver und Orangenschalen vermischen und zur Zucker-Masse geben. Alles gut durchmischen und abschließend noch die Limonade dazugeben. Den fertigen Teig in die Muffinförmchen verteilen und im vorgeheizten Backofen auf der mittleren Einschubschiene 20 – 25 Minuten backen. Um zu kontrollieren, ob der Teig durchgebacken ist, könnt Ihr einfach mit einem Zahnstocher in den Teig stechen. Wenn die Masse am Stäbchen kleben bleibt, noch ein paar Minuten weiterbacken.

Für das Topping: Quark und Schmand in einer Schüssel vermengen. Die Sahne schlagen, das Sahnesteif und den Vanillezucker dazugeben und alles unter die Quark-Schmand-Masse heben. Das Topping auf den Muffins verteilen – je nach Bedarf mit einer Spritztüte oder einfach mit einem Löffel. Wer will, kann die Cupcakes jetzt noch mit bunten Streuseln verzieren.

Guten Appetit!

 

Backen, Sistereck

Mini-Cupcakes mit Zitronencreme und Baiserhaube

Ich brauche Sonne! Und Wärme! Ganz dringend!!! Und irgendwie bin ich erleichtert, wenn ich lese, dass dieser Winter nachgewiesenermaßen besonders grau ist. Es ist also nicht nur so ein Gefühl oder liegt an der neuen Umgebung und dem noch fehlenden sozialen Umfeld 😉 Und da wir in diesem Winter auch leider nicht in die Sonne fliegen konnten, hole ich mir die Sonne einfach auf den Teller 🙂 Mini-Cupcakes mit Zitronencreme und Baiserhaube, Vitamine und Zucker, Essen für die Seele.

Man mag es kaum glauben, aber während ich dabei bin, diesen Artikel zu schreiben, kommt doch tatsächlich die Sonne raus! Und strahlt und strahlt und strahlt. Da habe ich erst mal eine Pause eingelegt, das Fenster aufgemacht und mein Gesicht in die Sonne gehalten. Hach, herrlich! Und weil ich jede Minute dieses Wetters ausnutzen muss, tippe ich jetzt schnell zu Ende und rücke dann den Stuhl wieder in die richtige Position für ein winterliches „Sonnenbad“.

Was Ihr zum Nachbacken braucht

Für die Muffins (ca. 24 Stück)

  • 150 g weiche Butter
  • 150 g Zucker
  • 1 Pck Vanillezucker
  • 1 Pck Zitronenschalen
  • 2 Eier
  • 200 g Mehl
  • 1 TL Backpulver
  • evtl. etwas Milch

Für die Zitronencreme

  • 150 ml Zitronensaft
  • 1 Pck Zitronenschalen
  • 3 Eier
  • 150 g Zucker
  • 1 TL Stärke
  • 40 g Butter

Für die Baiserhaube

  • 2 Eiweiß
  • 100 g Zucker

Bevor es losgeht, den Backofen auf 180 Grad (Ober-/Unterhitze) vorheizen.

Für die Muffins: Mit den Rührstäben der Küchenmaschine die Butter mit Zucker und Vanillezucker cremig rühren, dann nach und nach die Eier dazugeben und noch einige Minuten weiterrühren. Mehl, Backpulver und Zitronenschalen vermischen und zur Butter-Zucker-Masser geben. Alles gut durchmischen. Sollte Euch der Teig noch zu zäh oder trocken erscheinen, könnt Ihr einfach einen Schluck Milch dazugeben. Den fertigen Teig in die Muffinförmchen verteilen und im vorgeheizten Backofen auf der mittleren Einschubschiene 20 Minuten backen. Um zu kontrollieren, ob der Teig durchgebacken ist, könnt Ihr einfach mit einem Zahnstocher in den Teig stechen. Wenn die Masse am Stäbchen kleben bleibt, noch ein paar Minuten weiterbacken.

Für die Zitronencreme: Zitronensaft, Zitronenschale, Eier, Zucker und Stärke in einen kleinen Topf mit einem Schneebesen gut vermischen und die Masse anschließend 5 Minuten unter ständigem Rühren erhitzen. Aber Achtung, die Zitronencreme sollte auf keinen Fall kochen! Nach dem Erhitzen 5 Minuten abkühlen lassen, dann die Butter unterheben. Die lauwarme Masse anschließend in einen Spritzbeutel geben und auf den Muffins verteilen. Wer keinen Spritzbeutel zur Hand hat: Ein kleiner Löffel tut es auch.

Für das Baiser: Zunächst das Eiweiß mit einem Mixer (Rührstäbe) steif schlagen. Den Zucker nach und nach einrieseln lassen und einige Minuten weiter schlagen bis sich der Zucker gelöst hat. Es entsteht eine zähe Baisermasse. Diese auf der Zitronencreme verteilen – je nach Bedarf mit einer Spritztüte oder einfach mit einem Löffel. Bei Bedarf mit einem Flambierer leicht bräunen, sonst einfach 1-2 Stunden antrocknen lassen. Wer auf Nummer sicher gehen möchte und lieber durchgebackenes Baiser isst, kann kleine Baisertupfer auf ein mit Backpapier belegtes Blech geben und diese bei 50-80 Grad 60-90 Minuten im Backofen trockenen. Anschließend können diese dann auf den Muffins verteilt werden.

Guten Appetit!

Backen, Sistereck

Schoko-Minz-Madeleins

Schokolade! Ein treuer Begleiter durch das ganze Jahr, mal hat die eine Sorte Hochsaison, mal die andere. Ganz ohne kann ich auf jeden Fall nicht… „Mein Name ist Sarah und ich bin Schokoholic.“ Hab schon das eine oder andere Mal versucht aufzuhören, hat nie geklappt. Sorgt nur für schlechte Laune 😀 Lediglich zu Beginn der Schwangerschaft hatte ich eine Zeit, in der ich Schokolade absolut nicht essen konnte. Eindeutig ein Zeichen, dass etwas nicht stimmen kann 😉 Zum Glück hat sich das wieder gegeben!

In der Zeit um Weihnachten kommt man an Schokolade ja auch eigentlich nicht mehr vorbei. Überall steht sie herum, wird beworben, verschenkt. Eine ganz schlimme Zeit für Schokoholics. Und da ich es nach wie vor etwas zu früh finde für die Weihnachtsbäckerei, habe ich lieber was Unweihnachtliches mit viel Schokolade gebacken. Schoko-Minz-Madeleins. Mit einer ganzen Tafel Minz-Schokolade. Ein Traum! Vorausgesetzt natürlich, dass man Schokolade und Minze mag…

Was Ihr zum Nachbacken braucht (für ca 60 Stück)

  • 3 Eier
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • 150 g Zucker
  • 150 g warme Butter
  • 100 g Minzschokolade oder Minzplätzchen
  •  3-5 TL Minzsirup
  • 200 g Mehl
  • 1/2 Päckchen Backpulver

Bevor es losgeht, den Backofen auf 220 Grad (Ober-/Unterhitze) vorheizen und eine Backmatte oder ein Blech für Madeleines mit Butter einfetten.

Eier, Zucker und Vanillezucker mit den Rührstäben der Küchenmaschine schaumig schlagen und die Butter hinzugeben. Alles gut verrühren, bis sich der Zucker gelöst hat. Wenn Ihr die Butter im Backofen oder in der Mikrowelle erhitzt habt, kann es passieren, dass sie etwas ausflockt. Das ist nicht weiter schlimm.

Mehl und Backpulver vermengen und zur fertigen Ei-Zuckermasse geben. Die Schokolade (ich habe eine Tafel Pfefferminzschokolade von Ritter-Sport(R) verwendet, weil die so viele Füllung hat; aber selbstverständlich gehen auch Minztaler, Minztäfelchen etc. …) mit einem großen Messer grob hacken und zusammen mit dem Minzsirup unter den Teig mischen. Je nachdem wie intensiv die fertigen Madeleins nach Minze schmecken sollen, könnt Ihr die Menge an Sirup variieren. Die fertige Masse für 30 Minuten in den Kühlschrank stellen.

Den Teig anschließend in die Formen füllen und für ca. 10 Minuten auf der mittleren Schiene des Backofens backen.

Guten Appetit!

Backen, Sistereck

Saftige Mohnknoten

Seit ich vor unserem kurzen Besuch nach Schweden das erste Mal Zimtschnecken gebacken habe, bin ich total verliebt in dieses einfache Rezept, das ein so traumhaftes Ergebnis liefert! Als mein Mann vor gut 6 Wochen in Berlin für seine Kollegen zum Abschied Kuchen mitbringen wollte, kam mir auch gleich der Zimtschneckenkuchen  in den Sinn (das Rezept findet Ihr hier). Andererseits – warum nicht was anderes ausprobieren? Passend zum langsam beginnenden Herbst erschien mir Mohn. Und mit Mohn habe ich auch tatsächlich noch nie was gebacken. Kann ja eigentlich auch nicht sein 😉 Also ran an den Mohn 😀 Und damit es handlicher wird, entschied ich mich für einzelne Knoten statt eines großen Kranzes oder Kuchens, wie ich ihn mit den Zimtschnecken gebacken hatte.

Was Ihr zum Nachbacken braucht

Hefeteig

  • 7 g Trockenhefe (entspricht einem Päckchen)
  • 200 ml Milch
  • 80 g Butter
  • 150 g Zucker
  • 1 Prise Salz
  • 1 Ei
  • 500 g Mehl

Füllung

  • 100 ml Milch
  • 50 g Butter
  • 120 g gemahlener Mohn
  • 100 g Zucker
  • weiche Butter zum Bestreichen

Zuckerguss

  • 4 EL Milch
  • 8 EL Puderzucker

Bevor es losgeht, den Backofen auf 160 Grad (Ober-/Unterhitze) vorheizen.

Milch und Butter in einem Topf erwärmen (aber nicht kochen), bis die Butter geschmolzen ist und anschließend kurz abkühlen lassen.

Mehl, Hefepulver, Salz und Zucker in einer großen Schüssel vermengen. Die lauwarme Milch-Butter-Mischung und das Ei dazugeben und zuerst mit den Knethaken der Küchenmaschine und dann mit den Händen einen glatten, geschmeidigen Teig kneten. Sollte der Teig noch zu sehr (an den Händen) kleben, noch etwas Mehl hinzugeben. Den Teig abschließend zu einer Kugel formen und gut abgedeckt 1 –  2 Stunden gehen lassen.

Für die Mohnfüllung die Milch mit der Butter in einem Topf erwärmen und wenn sich die Butter gänzlich aufgelöst hat, Mohn und Zucker hinzufügen. Alles gut verrühren und die Masse ca. 30 Minuten abkühlen und ziehen lassen. Sie sollte nicht mehr flüssig sein. Ist dies doch der Fall, noch etwas Mohn hinzugeben.

Anschließend den Teig auf einer gut bemehlten Oberfläche nochmals kneten und zu einem Rechteck von ungefähr 60 x 40 cm ausrollen. Dieses ruhig dick und bis zum Rand mit Butter bestreichen. Die Mohnfüllung auf dem mit Butter bestrichenen Hefeteig verteilen.

Beim Formen der Knoten habe ich mich von Jessica von Lecker macht süchtig inspirieren lassen. Auf Ihrer Seite findet Ihr auch eine super Video-Anleitung (zum Rezept mit Anleitung und Video geht es hier). Nicht ganz einfach, aber nach drei oder vier missglückten Versuchen kamen sehr schöne Knötchen raus.

Die obere lange Seite des bestrichenen Teiges zu 1/3 einklappen und anschließend die untere Seite darüber legen. So erhaltet Ihr erneut ein Rechteck, jetzt mit drei Schichten. Von diesem mit einem scharfen Messer (und evtl. unter Zuhilfenahme eines Lineals) entlang der längeren Seite ca. 2 cm dicke Streifen abschneiden.

Einen Teigstreifen zwischen Daumen und Zeigefinger der linken Hand nehmen, sodass das längere Ende nach unten hängt. Jetzt den Streifen einmal von unten nach oben um Daumen und Zeigefinger wickeln. Diesen Schritt wiederholen, dabei den Zeigefinger herausziehen und den Teigstreifen etwas weiter nach links ziehen als den des vorherigen Schrittes. So oft wiederholen, bis der Streifen aufgewickelt ist. Idealerweise endet das Aufwickeln an der Unterseite, dann könnt Ihr das Ende des Streifens besser verstecken. Ich empfehle Euch sehr, das Video (hier) anzuschauen.

Die fertigen Knoten auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen. Achtet dabei auf  genügend Abstand zwischen den einzelnen Knoten, da diese beim Backen aufgehen und sonst aneinander kleben. Je nach Größe 25 – 35 Minuten auf mittlerer Schiene im Backofen backen, bis sie goldbraun sind.

Wem das Knoten zu kompliziert ist, der kann auch einfach Mohnschnecken herstellen. Dazu den gefüllten Teig entlang der langen Seite aufrollen und ca. 2 cm dicke Scheiben abschneiden. Diese auf einem mit Backpapier ausgelegten Backblech mit genügend Abstand verteilen und  20 – 25 Minuten auf mittlerer Schiene im Backofen goldbraun backen.

Zum Abschluss die Milch erwärmen, den Puderzucker einrühren und auf den abgekühlten Knoten oder Schnecken verteilen.

Guten Appetit!