Backen, Sistereck

Fruchtiger Johannisbeerzopf

Ostern kommt mit großen Schritten näher, in einer Woche ist es schon so weit. Für mich gibt es drei Sachen, die auf dem Ostertisch auf keinen Fall fehlen dürfen. Dazu gehört ein leckerer Zopf! Hier stelle ich Euch heute mal eine frühlingshaft-fruchtige Variante vor. Mit Johannisbeeren und, wer es mag, auch Marzipan. Und keine Angst vorm Hefeteig. Der ist wirklich einfach, schnell gemacht und arbeitet dann erst mal selber weiter 😉

Diese Hefezopf-Variante backe ich mit Trockenhefe. Prinzipiell macht es keinen gravierenden Unterschied, ob ihr frische Hefe oder Trockenhefe-Pulver nehmt. Während es sich bei ersterer um in Form gepresste frische Hefekulturen handelt, besteht die Trockenhefe aus den gleichen Kulturen in getrockneter Form. Die Hefezellen sind inaktiv und erwachen durch die Zugabe von warmem Wasser wieder zum Leben.

Der Unterschied zeigt sich in der Triebkraft. Frische Hefe hat mehr Triebkraft, das Gebäck wird luftiger (sagt man). Ich habe beides ausprobiert und den Unterschied kaum gemerkt.

Da sich die Trockenhefe aber natürlich länger und einfacher lagern lässt, werde ich wohl öfter darauf zurückgreifen. Vor allem, wenn mich spontan Samstag abends die Lust nach einem leckeren Zopf packt 😀

Was Ihr zum Nachbacken braucht

Hefeteig

  • 7 g Trockenhefe (entspricht einem Päckchen)
  • 200 ml Milch
  • 80 g Butter
  • 130 g Zucker
  • 1 Prise Salz
  • 1 Ei
  • 500 g Mehl

Füllung

  • 100 g Rohmarzipan
  • 100 g Johannisbeerkonfitüre
  • 200 g rote Johannisbeeren
  • etwas Zucker
  • Mandelsplitter

Bevor es losgeht, den Backofen auf 160 Grad (Ober-/Unterhitze) vorheizen.

Milch und Butter in einem Topf erwärmen (aber nicht kochen), bis die Butter geschmolzen ist und anschließend kurz abkühlen lassen.

Mehl, Hefepulver, Salz und Zucker in einer großen Schüssel vermengen. Die lauwarme Milch-Butter-Mischung und das Ei dazugeben und zuerst mit den Knethaken der Küchenmaschine und dann mit den Händen einen glatten, geschmeidigen Teig kneten. Sollte der Teig noch zu sehr (an den Händen) kleben, noch etwas Mehl hinzugeben. Den Teig abschließend zu einer Kugel formen und gut abgedeckt 1 –  2 Stunden gehen lassen.

Das Marzipan zerkleinern und mit der Johannisbeerkonfitüre etwas erwärmen, sodass es sich gut vermischen lässt. Wer kein Marzipan mag, lässt es einfach weg und erwärmt lediglich die Konfitüre etwas. Dann lässt sie sich im nächsten Schritt gleichmäßiger verteilen. Die Johannisbeeren waschen, zupfen und gut abtropfen lassen. Anschließend mit 1 – 2 TL Zucker mischen.

Den Hefeteig gut durchkneten und auf einer bemehlten Fläche zu einem Rechteck von ungefähr 50 x 30 cm ausrollen und zunächst mit der Masse aus Marzipan (oder nur der Konfitüre) bestreichen. Dann die gezuckerten Johannisbeeren drauf verteilen. Dabei einen ungefähr 1 cm breiten Rand lassen.

Jetzt den Teig entlang der längeren Seite aufrollen. Die Rolle auf ein mit Backpapier belegtes Blech setzten und mit einem scharfen Messer in der Mitte von oben bis unten aufschneiden. Es entstehen also zwei Längshälften. Die beiden Stränge mehrfach übereinander schlagen, sodass ein dicker Strang entsteht oder wahlweise zu einem Kranz formen. Dieser Schritt kann unter Umständen zu einer echten Sauerei werden…. Die Mischung aus Johannisbeeren, Konfitüre und Marzipan quillt sehr gerne aus dem aufgeschnittenen Strang heraus. Für Anfänger empfehle ich deshalb die Zopf- und nicht die Kranz-Variante.

Den fertigen Zopf oder Kranz jetzt noch mit Mandelsplittern bestreuen und dann für 35 – 45 Minuten im vorgeheizten Ofen auf der untersten Schiene backen. Nach 30 Minuten kontrollieren und wenn er schon mehr als goldgelb an der Oberfläche ist, für die restliche Zeit abdecken. Nicht erschrecken, der Zopf geht im Ofen nochmal ordentlich auf!

Nach dem Abkühlen heißt es: Guten Appetit!

P.S. In Alufolie verpackt ist der Zopf auch am dritten Tag noch nicht ausgetrocknet.

2 Gedanken zu „Fruchtiger Johannisbeerzopf“

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