Backen, Sistereck

Erdbeer-Baiser-Torte

Erdbeer-Baiser Torte

Endlich sind sie da: die ersten heimischen Erdbeeren! Auf die freue ich mich ungefähr genauso, wie auf Rhabarber und Johannisbeere. Bei allem handelt es sich um Obst und Gemüse, dass man frisch wirklich nur saisonal bekommt. Dadurch wird es für mich besonders und entsprechend während der jeweiligen Saison auch besonders gerne gegessen und verarbeitet. Wobei ich dieses Jahr zum ersten Mal Rhabarber eingefroren habe. Soll angeblich funktionieren – ich bin gespannt. Und zugegeben, Johannisbeeren findet man bei uns in der Gefriertruhe ebenfalls ganzjährig. Ich friere jeden Sommer mindestens 6 Portionen ein.

Jetzt aber zurück zu den Erdbeeren: ich liebe es, sie an warmen Tage einfach aus der Schüssel zu naschen. Und habe lange Zeit vor allem einen ganz einfachen Erdbeerkuchen gebacken. Als Boden einen Rührteig, die Erdbeeren drauf und Tortenguss darüber. Mjam! Dieses Jahr habe ich mich dann aber mal an eine etwas aufwendigere Erdbeer-Torte gewagt. Denn zusammen mit elf anderen tollen Bloggern haben wir ganz verschiedene und super leckere Rezepte zur Erdbeerzeit gesammelt. Damit alle Liebhaber der roten Früchte in den nächsten Wochen Ihrer Erdbeer<3 fröhnen können 🙂 Schaut unbedingt mal bei den anderen vorbei – es sind so leckere Rezepte dabei, das lohnt sich auf jeden Fall!

 

 

Was Ihr für die Erdbeer-Baiser Torte braucht

  • für eine Backform ∅ 26 cm
  • Backdauer ca. 90 Minuten

Für den Teig

  • 4 Eigelb
  • 125 g Butter
  • 125 g Zucker
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • 4 EL Milch
  • 150 g Mehl
  • 2 TL Backpulver

Für das Baiser

  • 4 Eiweiß
  • 200 g Zucker

Für die Füllung

  • 500 g Erdbeeren
  • 250 ml Schlagsahne
  • 250 g Mascarpone
  • 3 EL Zitronensaft
  • 2 Päckchen Sahnesteif
  • 1 Päckchen Vanillezucker

Erdbeer-Baiser Torte 1

Bevor es losgeht, den Backofen auf 170 Grad (Ober-/Unterhitze) vorheizen, den Boden der Backform mit Backpapier auslegen und den Rand gut fetten.

Für den Boden: Butter, Zucker und Vanillezucker mit den Rührstäben der Küchenmaschine ca. 10 Minuten schaumig schlagen. Anschließend die Eigelb einzeln unterrühren und die Milch dazu geben. Mehl und Backpulver vermengen, dazugeben und kurz verrühren bis alle Zutaten nass sind.

Den Teig halbieren, die erste Hälfte in die Form geben und glatt streichen.

Für das Baiser: Das Eiweiß mit einem Mixer (Rührstäbe) steif schlagen. Den Zucker nach und nach einrieseln lassen und einige Minuten weiter schlagen bis sich der Zucker gelöst hat. Es entsteht eine zähe Baisermasse.

Die Hälfte der Baisermasse auf den Teig in der Form geben. Beides zusammen für 25 Minuten auf der mittleren Schiene des Backofens backen. Anschließend kurz etwas abkühlen lassen, aus der Form lösen und anschließend vollständig auskühlen lassen.

Mit der anderen Hälfte des Teiges und der Baisermasse das Prozedere wiederholen.

Für die Füllung: Die Erdbeeren waschen und halbieren. Die Sahne mit dem Vanillezucker und einem Päckchen Sahnesteif steif schlagen und die Mascarpone mit dem Zitronensaft und dem Zucker verrühren. Am Ende ein Päckchen Sahnesteif einreiseln lassen und die Sahne unterheben.

1/3 der Sahne-Mascarpone Creme auf einem der vorgebackenen Böden verteilen. Die Erdbeeren darauf verteilen und mit der restlichen Creme bestreichen. Dann den zweiten Tortenbode darauf setzten und die Torte kühl stellen. Am besten schmeckt der Kuchen, wenn er ein paar Stunden durchgezogen ist.

Guten Appetit!

Erdbeer-Baiser Torte 2

Backen, Sistereck

Mini-Cupcakes mit Zitronencreme und Baiserhaube

Ich brauche Sonne! Und Wärme! Ganz dringend!!! Und irgendwie bin ich erleichtert, wenn ich lese, dass dieser Winter nachgewiesenermaßen besonders grau ist. Es ist also nicht nur so ein Gefühl oder liegt an der neuen Umgebung und dem noch fehlenden sozialen Umfeld 😉 Und da wir in diesem Winter auch leider nicht in die Sonne fliegen konnten, hole ich mir die Sonne einfach auf den Teller 🙂 Mini-Cupcakes mit Zitronencreme und Baiserhaube, Vitamine und Zucker, Essen für die Seele.

Man mag es kaum glauben, aber während ich dabei bin, diesen Artikel zu schreiben, kommt doch tatsächlich die Sonne raus! Und strahlt und strahlt und strahlt. Da habe ich erst mal eine Pause eingelegt, das Fenster aufgemacht und mein Gesicht in die Sonne gehalten. Hach, herrlich! Und weil ich jede Minute dieses Wetters ausnutzen muss, tippe ich jetzt schnell zu Ende und rücke dann den Stuhl wieder in die richtige Position für ein winterliches „Sonnenbad“.

Was Ihr zum Nachbacken braucht

Für die Muffins (ca. 24 Stück)

  • 150 g weiche Butter
  • 150 g Zucker
  • 1 Pck Vanillezucker
  • 1 Pck Zitronenschalen
  • 2 Eier
  • 200 g Mehl
  • 1 TL Backpulver
  • evtl. etwas Milch

Für die Zitronencreme

  • 150 ml Zitronensaft
  • 1 Pck Zitronenschalen
  • 3 Eier
  • 150 g Zucker
  • 1 TL Stärke
  • 40 g Butter

Für die Baiserhaube

  • 2 Eiweiß
  • 100 g Zucker

Bevor es losgeht, den Backofen auf 180 Grad (Ober-/Unterhitze) vorheizen.

Für die Muffins: Mit den Rührstäben der Küchenmaschine die Butter mit Zucker und Vanillezucker cremig rühren, dann nach und nach die Eier dazugeben und noch einige Minuten weiterrühren. Mehl, Backpulver und Zitronenschalen vermischen und zur Butter-Zucker-Masser geben. Alles gut durchmischen. Sollte Euch der Teig noch zu zäh oder trocken erscheinen, könnt Ihr einfach einen Schluck Milch dazugeben. Den fertigen Teig in die Muffinförmchen verteilen und im vorgeheizten Backofen auf der mittleren Einschubschiene 20 Minuten backen. Um zu kontrollieren, ob der Teig durchgebacken ist, könnt Ihr einfach mit einem Zahnstocher in den Teig stechen. Wenn die Masse am Stäbchen kleben bleibt, noch ein paar Minuten weiterbacken.

Für die Zitronencreme: Zitronensaft, Zitronenschale, Eier, Zucker und Stärke in einen kleinen Topf mit einem Schneebesen gut vermischen und die Masse anschließend 5 Minuten unter ständigem Rühren erhitzen. Aber Achtung, die Zitronencreme sollte auf keinen Fall kochen! Nach dem Erhitzen 5 Minuten abkühlen lassen, dann die Butter unterheben. Die lauwarme Masse anschließend in einen Spritzbeutel geben und auf den Muffins verteilen. Wer keinen Spritzbeutel zur Hand hat: Ein kleiner Löffel tut es auch.

Für das Baiser: Zunächst das Eiweiß mit einem Mixer (Rührstäbe) steif schlagen. Den Zucker nach und nach einrieseln lassen und einige Minuten weiter schlagen bis sich der Zucker gelöst hat. Es entsteht eine zähe Baisermasse. Diese auf der Zitronencreme verteilen – je nach Bedarf mit einer Spritztüte oder einfach mit einem Löffel. Bei Bedarf mit einem Flambierer leicht bräunen, sonst einfach 1-2 Stunden antrocknen lassen. Wer auf Nummer sicher gehen möchte und lieber durchgebackenes Baiser isst, kann kleine Baisertupfer auf ein mit Backpapier belegtes Blech geben und diese bei 50-80 Grad 60-90 Minuten im Backofen trockenen. Anschließend können diese dann auf den Muffins verteilt werden.

Guten Appetit!

Backen, Sistereck

Rhabarbertarte mit Baiserhaube

Rhabarber – für mich der Inbegriff von Frühling! Wenn ich auf dem Markt (oder auch im Supermarkt) die ersten Stangen entdecke, weiß ich, dass der Frühling trotz Kälte und Regen nicht mehr sooo weit weg sein kann. Und so habe ich letzte Woche gleich das erste Kilo des Jahres gekauft und heute zu einem leckeren Kuchen verbacken. Ich liebe die säuerliche Note des Rhabarbers im Zusammenspiel mit Baiser und Mürbeteig. Wenn ich mich richtig erinnere, war Rhabarber-Baiser auch einer der ersten Obstkuchen, die bei uns früher gebacken wurden. Damals mit frischem Rhabarber aus dem eigenen Garten. Irgendwann ist der Rhabarber dann Johannisbeeren gewichen. Ich weiß gar nicht warum … Ich mag beides 🙂 Deshalb gibt es hier heute eine leckere Rhabarbertarte mit Baiserhaube.

Rhabarberbaiser 1

Was Ihr zum Nachbacken braucht:

Für den Mürbeteigboden

  • 220 g Mehl
  • 125 g weiche Butter
  • 20 ml Wasser
  • 1 Eigelb
  • 50 g Zucker

Für die Füllung

  • 600 g Rhabarber
  • 4 EL Zitronensaft
  • 250 g Gelierzucker (2:1)
  • 3 EL Stärke
  • 4 EL Wasser

Für das Baiser

  • 2 Eiweiß
  • 100 g Zucker

Bevor es losgeht, den Backofen auf 180 Grad (Ober-/Unterhitze) vorheizen und eine Tarteform (∅ 24 oder 26 cm) mit Butter einfetten.

Für den Mürbeteigboden: Das Mehl mit Butter, Zucker und Ei vermischen und mit den Knethaken der Küchenmaschine zu einem glatten Teig kneten. Sollte der Teig zu krümelig sein, etwas Wasser dazu geben. Die Tarteform mit dem Teig auslegen und mit einer Gabel einige Male in den Teig stechen (so wird die Blasenbildung verhindert). Anschließend 2-3 Stunden kühl stellen. Wenn Ihr unter Zeitdruck steht, reichen auch 30 Minuten.

Den ausgekühlten Teig mit Backpapier belegen, getrocknete Erbsen oder Linsen darauf streuen und alles im vorgeheizten Backofen 10 Minuten blind backen. Diese Technik dient dazu, dass der Rand aufgehen kann, der Boden jedoch flach bleibt und der Teig nachher besser gefüllt werden kann. Anschließend das Backpapier mit den Hülsenfrüchten entfernen und noch 5 Minuten weiterbacken.

Für die Füllung: Den Rhabarber waschen und in 2-3 cm große Stücke schneiden. In einen Topf geben und mit dem Zitronensaft und dem Gelierzucker ein paar Minuten ziehen lassen. Die Stärke mit dem Wasser verrühren, zum Rhabarber geben. Alles kurz aufkochen und dann unter Rühren noch 5 Minuten köcheln lassen, bis der Rhabarber weich ist und beginnt zu zerfallen. Etwas abkühlen lassen und dann auf den ausgekühlten Tarte-Boden geben.

Für das Baiser: Zunächst das Eiweiß mit einem Mixer (Rührstäbe) steif schlagen. Den Zucker nach und nach einrieseln lassen und einige Minuten weiter schlagen bis sich der Zucker gelöst hat. Es entsteht eine zähe Baisermasse. Diese auf der Rhabarbermasse verteilen – je nach Bedarf mit einer Spritztüte oder einfach mit einem Löffel. Den Kuchen noch ca. 15 Minuten backen bis das Baiser beginnt goldgelb zu werden.

Etwas abkühlen lassen und genießen. Guten Appetit!

Rhabarberbaiser 3

Rhabarberbaiser 4

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Johannisbeerbaiser – kleiner Aufwand, großer Genuss

Johannisbeerbaiser – ein Kuchen, den ich mittlerweile fast im Schlaf beherrsche. Und von dem ich kaum genug bekommen kann 😀 Wenn der einmal vor mir steht, muss ich mich wirklich zusammenreißen, nicht gleich die Hälfte zu verputzen. Die Mischung aus einem Mürbeteig mit Mandelmasse, sauren Johannisbeeren und süßem Baiser ist einfach perfekt! Im Winter macht er Lust auf den Sommer und an heißen Tagen sind die sauren Beeren eine Erfrischung – und das bei wirklich überschaubarem Aufwand!

Deshalb verbringe ich in der Johannisbeersaison auch freiwillig einige Stunden damit, die Beeren zu pflücken, zu waschen, anschließend zu zupfen und dann abgewogen einzufrieren.

Was Ihr zum Nachbacken braucht:

  • 400 – 700 g Johannisbeeren

Für den Mürbeteig

  • 300 g Mehl
  • 200 g weiche Butter
  • 2 Eigelb
  • etwas Zucker

Für die Mandelmasse

  • 3 Eigelb
  • 100 g Zucker
  • 80 g gemahlene Mandeln
  • 50 ml Milch

Für das Baiser

  • 5 Eiweiß
  • 250 g Zucker

Bevor es losgeht, den Backofen auf 150 Grad (Ober-/Unterhitze) vorheizen und eine Tartform (∅ 24 oder 26 cm) oder ein Backblech mit Butter einfetten.

Für den Mürbeteig: Aus Mehl, Butter, Eigelb und Zucker zunächst mit den Knetstäben der Küchenmaschine und anschließend mit der Hand einen glatten Teig kneten. Diesen gleichmäßig in der Tarteform oder auf dem Backblech verteilen und an den Rändern festdrücken. Wahlweise könnt Ihr den Teig auch in Frischhaltefolie verpackt eine halbe Stunde kalt stellen. Das Ausrollen gelingt so etwas leichter. Dabei sollte der ausgerollte Teig immer etwas größer als die gewünschte Form sein, damit Ihr auch hier einen Rand formen könnt.

Für die Mandelmasse: Die Mandeln mit Eigelb, Zucker und Milch in eine kleine Schüssel geben und mit einem Löffel gut durchrühren. Auf dem Mürbeteig verteilen und zusammen ungefähr 10 Minuten backen. Wenn Ihr das Blech aus dem Ofen holt, sollte die Mandelmasse nicht mehr flüssig sein. Ein paar Minuten abkühlen lassen.

Jetzt die Johannisbeeren auf dem vorgebackenen Teig verteilen, sodass der Boden komplett bedeckt ist. Wenn Ihr eine etwas kleinere runde Tarteform verwendet, reichen ca. 300 g Beeren. Für ein ganzes Blech solltet Ihr 600 – 700 g einplanen.

Für das Baiser: Für eine Tarteform reicht das Baiser aus 3 Eiweiß und 150 g Zucker, für ein Backblech braucht ihr die Masse aus 5 Eiweiß mit 250 g Zucker. Zunächst das Eiweiß mit einem Mixer (Rührstäbe) steif schlagen. Den Zucker nach und nach einrieseln lassen und einige Minuten weiter schlagen bis sich der Zucker gelöst hat. Es entsteht eine zähe Baisermasse. Diese auf den Beeren verteilen – je nach Bedarf mit einer Spritztüte oder einfach mit einem Löffel.  Den Kuchen noch ca. 15 Minuten backen bis das Baiser beginnt goldgelb zu werden.

15 bis 30 Minuten abkühlen lassen und dann heißt es: Ran an die Gabeln! Guten Appetit!