Adventskalender, Backen, baking, Sistereck

Schneekugel-Amerikaner

Amerikaner – auch so eine Familientradition bei uns. Während unsere Mama zu unseren Geburtstagen immer mit dem Marmorkuchen beschäftigt war (Rezept gibt es hier), hat unser Papa immer Amerikaner gebacken. Lecker! Natürlich wurden sie auch verziert! Ganz individuell, lusitg, bunt. Für die Mitschüler auch gerne mal mit Rechenaufgababen 😀 Diese Geburtstagstradition hat sich nicht ganz so gut gehalten wie der Marmorkuchen, trotzdem werden auch die Amerikaner immer wieder gerne gebacken.

Und weil sie so schön zu verzieren sind, gibt es sie heute mal als weihnachts-Version im Schneekugel Look!

Schneekugel-Amerikaner 2

Zum Nachbacken braucht Ihr:

  • 2 Eier
  • 150 g Zucker
  • 1 Päckchen Vanille- oder Vanilinzucker
  • 125 g Butter
  • 300 g Mehl
  • 2 TL Backpulver

Bevor Ihr loslegt, den Backofen auf 170 Grad (Ober-/Unterhitze) vorheizen und Backpapier auf einem Backblech ausbreiten.

Eier, Butter, Zucker und Vanillezucker mit dem Mixer (Rührstäbe) einige Minuten kräftig aufschlagen bis alles schaumig ist. Das Backpulver unter das Mehl mischen und zu der schaumigen Ei-Butter-Masse dazugeben, mit den Knethaken einige Minuten vermengen. Die Masse sollte recht zäh, aber nicht trocken oder bröselig sein. Für den Fall, dass dies doch passiert ist, einfach einen Schluck Milch dazugeben und gut verrühren.

Den fertigen Teig mit einem Spritzbeutel oder einem Löffel in Kreisen mit ca. 7 cm Durchmesser inklusive kleinem Sockel auf dem mit Backpapier ausgelegten Blech verteilen. Da die Amerikaner beim Backen noch deutlich aufgehen, solltet Ihr genügend Platz zwischen den einzelnen Kreisen lassen. Wir haben einen unterdurchschnittlich kleinen Ofen, deshalb bekomme ich nur 9 Amerikaner pro Runde auf ein Blech. Bei einem normal großen Backofen schafft Ihr vermutlich 12 bis 16 Stück. So oder so müsst Ihr mehr als eine Runde backen, also könnt Ihr bei der ersten auch einfach etwas vorsichtiger mit dem Absand sein und in der zweiten Runde dann bei Bedarf mehr Amerikaner auf dem Blech verteilen.

Das Backblech in der Mitte des Ofens einschieben und die Amerikaner 10 Minuten backen. Da sie nach dem Abkühlen noch nachhärten, dürfen sie sich noch etwas weich anfühlen, wenn Ihr sie aus dem Ofen nehmt.

Zum Verzieren braucht Ihr

  • ca. 250 g Puderzucker
  • einige EL heißes Wasser
  • etwas Zitonensaft
  • Zuckerstreusel, Smarties, Zuckerschrift oder wonach Euch sonst so der Sinn steht

Aus dem Puderzucker, dem Wasser und dem Zitronensaft einen dickflüssigen Zuckerguss anrühren. Dazu am besten nicht allen Puderzucker auf einmal verwenden, sondern die Masse nach und nach anrühren. Für den Fall, dass Ihr zu viel Wasser oder Zitronensaft verwendet habt, bleibt Euch dann noch ein bisschen Puderzucker zum Eindicken der Glasur. Die Amerikaner mit dem Zuckerguss einpinseln (oder mit einem TL darauf verteilen) und wenn Ihr mögt, noch mit Zuckerdeko verzieren. Wenn Ihr die Amerikaner mit Zuckerschrift verzieren wollt, solltet Ihr die Glasur zunächst 3-4 Stunden gut trocknen lassen.

Guten Appetit und happy Nikolaus!

Schneekugel-Amerikaner

Adventskalender, Backen, baking, Sistereck

Rentier-Brownies

„Rudolph The Red Nose Reindeer…“

Diese Stophe hat in der Vorweihnachtszeit vermutlich jeder mal im Ohr, oder? Mich hat das süße Rentier mit der roten Nase auf jeden Fall zu diesen super süßen und super saftigen Rentier-Brownies inspiriert. Ach ja, einfach ist das ganze auch noch.

Als Grundrezept dienen die alt-bekannten Brownies, verfeinert mit etwas Lebkuchengewürz und verziert mit Zuckeraugen, Schokolinsen und Salzbrezeln.

Was Ihr zum Nachbacken braucht:

  • 100 g Vollmilchschokolade
  • 100g Zartbitterschokolade
  • 175 g Butter
  • 325 g Zucker
  • 130 g Mehl
  • 3 Eier
  • 1 EL Lebkuchengewürz

Zum Verzieren:

  • 16 Zuckeraugen
  • 8 Smarties
  • 16 Salzbrezeln

Anders als bei den meisten anderen Rezepten benötigt ihr hier lediglich einen mittelgroßen Topf und einen Schneebesen zum Rühren.

Bevor Ihr loslegt, den Backofen auch 170 Grad vorheizen und den Boden einer Springform (∅ 24 oder 26 cm) mit Backpapier auslegen.

Zunächst die Schokolade zerkleinern und zusammen mit der Butter im Topf bei mittlerer Hitze schmelzen. Sobald sich alle Bestandteile gut miteinander vermischt haben und es keine Klümpchen mehr gibt, langsam den Zucker dazugeben und alles gut verrühren. Gearbeitet wird weiter bei mittlerer Hitze, die Masse sollte aber auf keinen Fall zu heiß werden oder zu kochen anfangen. Sonst karamellisiert der Zucker und die Brownies werden zäh statt saftig.

Anschließend das Mehl mit dem Lebkuchengewürz vermengen, dazugeben und als letztes die Eier untermischen. Den fertigen Teig in die Springfom geben und in der mitte des Ofens ungefähr 35 Minuten backen. Der Teig sollte außen fest werden, innen darf er gerne noch weich, aber nicht flüssig sein.

Jetzt noch eine Weile abkühlen lasse, dann den Brownie-Kuchen in acht gleiche Teile schneiden. Anschließend die Nase und die Augen anbringen, als Kleber können geschmolzene Schokolade oder auch Zuckerguss dienen. Für die Geweihe habe ich Salzbrezeln verwendet und diese einfach in die äußeren Ränder der Kuchenstücke gesetzt.

Guten Appetit und einen schönen ersten Advent!

Rentier-Brownies 2

Adventskalender, Sistereck

Weihnachtliche Trinkschokolade mit Schneemann-Marshmallows

Trinkschokolade – für mich als bekennenden Schokoholic gerade an kalten Wintertagen eine tolle Sache. Meistens bekommt man in den Kaffe-Läden aber nur Kakao mit 0815 Kakaopulver. Seit meiner ersten richtigen Trinkschokolade in einem Berliner Schokoladenhaus schmecken mir die meisten Kakaos aber nicht mehr… deshalb bestelle ich dann meist einen Chai-Tee mit Milch. Vor kurzem dachte ich mir: wäre die Mischung nicht total passend für Weihnachten? Und im Rahmen der Planung des Adventskalenders hatte ich die Idee, eine Trinkschokolade mit Chai-Tee Gewürzen mal selber auszuprobieren. Und ich kann Euch sagen: perfekt!

Verpackt in einem kleinen Glas oder einer kleiner Dose eignet sie sich auch super als kleines Weihnachtsmitbringsel.

Trinkschokolade 2

Was Ihr zum Nachmachen braucht

Für die Trinkschokolade:

  • 100 g Milchschokolade
  • 100 g Zartbitterschokolade
  • 4 EL ungesüßtes Kakaopulver/Backkakao
  • 6 EL Zucker
  • 2 TL Zimt
  • 1/2 TL gemahlenen Ingwer
  • 1/4 TL gemahlene Nelken
  • 1/4 TL Kardamon

Die Schokolade so fein wie möglich reiben (oder hacken – ist aber wirklich deutlich zeitaufwendiger…) und mit den restlichen Zutaten in einer großen Schüssel vermischen.

Für eine Tasse:

  • 1-2 EL Trinkschokolade
  • 200 ml heiße Milch

Die Milch aufkochen lassen, die Trinkschokolade dazugeben und mit einem Rührbesen gut lösen. Bei Bedarf mit Marshmallows toppen.

Für Schneemann-Marshmallows:

  • großes Marshmallow
  • Lebensmittelfarbe in schwarz und orange

Die Marshmallows halbieren (sonst schwimmen sie nicht auf der Trinkschokolade, sondern fallen um) und mit der Lebensmittelfarbe Augen, Nase und Mund aufzeichnen. So viele Schneemänner wie gewünscht auf der heißen Trinkschokolade verteilen und genießen!

Trinkschokolade

Backen, baking, Sistereck

WM-Gugel

Heute geht’s wieder los, 4 Wochen lang wird Fußball wohl das Hauptthema in vielen Köpfen, Wohnzimmern, Biergärten, Kneipen und Medien sein. Für die Einen ist es spannend und macht Spaß, Andere werde sicher genervt sein. Ich freue mich drauf 🙂

Ich weiß ehrlich gesagt nicht mehr, aus welcher Laune heraus das passiert ist, aber zur EM vor zwei Jahren hatte ich zu jedem Spiel etwas in schwarz-rot-gold gebacken. War irgendwie lustig und diejenigen mit denen wie geschaut haben, hatten auch gleich was davon.

Zur WM möchte ich das wieder aufleben lassen und Euch die Rezepte diesmal auch hier verraten. Da lohnt sich das Daumendrücken für die deutsche Mannschaft doppelt – je weiter sie kommen, desto mehr Rezepte gibt es 😉 (hoffentlich nehme ich jetzt den Mund nicht zu voll und am Ende gehen mir die Ideen aus…).

Den Anfang machen schwarz-rot-goldene Zitronenminigugel.

Was Ihr zum Nachbacken braucht

  • 250 g weiche Butter
  • 250 g Zucker
  • 2 Päckchen Zitronenschalen
  • 1 TL Zitronensäurepulver
  • 4 Eier
  • 200 g Weizenmehl
  • 75 g Speisestärke
  • 1 TL Backpulver
  • Lebensmittelfarbe
  • 3 Einwegspritzbeutel

Bevor es losgeht den Backofen auf 180°C vorheizen und die Formen für die Minigugel einfetten.

Die Butter mit dem Zucker, den Zitronenschalen und der Zitronensäure mit den Rührstäben der Küchenmaschine auf höchster Stufe schaumig schlagen.

Die Eier einzeln dazugeben, jedes Ei ca. 1 Minute einrühren.

Mehl, Stärke und Backpulver vermischen und mit den Knethaken unter die Butter-Zucker-Ei Masse rühren bis ein glatter Teig entstanden ist.

Den Teig Dritteln und je eine Portion in schwarz, rot und gelb einfärben.

Die Spritzbeutel am unteren Ende einschneiden, sodass eine ca. 1 cm große Öffnung entstehe. Je eine Portion des Teiges in einen eigenen Spritzbeutel füllen.

Den farbigen Teig Schicht für Schicht in die Förmchen einfüllen.

Für 20-25 Minuten bei 180°C backen und einige Minuten abkühlen lassen.

Guten Appetit und fröhliches Fußballschauen!

P.S. Die Gugel schmecken natürlich auch ungefärbt gut!

Backen, Sistereck

Käsekuchen-Streusel-Muffins mit Rhabarber

Als ich vor kurzem die Rezepte auf dem Blog durchging, fiel mir auf, das Muffins und Cupcakes stark unterrepräsentiert sind. Keine Ahnung warum. Ich backe ja eigentlich dauernd und gerne auch mal Muffins oder Cupcakes weil die so schön handlich sind.  Just zu diesem Zeitpunkt kam mein Mann mit dem Wunsch seiner Kollegen nach etwas gebackenem nach Hause. Von meinem letzten Rezept hatte ich noch etwas Rhabarberkompott übrig und zudem Lust auf Käsekuchen. So entstand also ziemlich schnell die Idee, beides zu kombinieren. Weil ich aber irgendwie fand, das noch was fehlte, kamen Kurzerhand noch Streusel dazu. Und ich kann Euch sagen: genial! Mein Mann befand, es seien die besten Muffins, die ich je gebacken hätte. Und da er alles ausprobieren „muss“, was ich so backe, wurde ich sagen, das ist ein Wort. Oder?

P.S. Lasst Euch nicht davon abschrecken, dass das Rezept so lang aussieht. Es lohnt sich und geht deutlich schneller als es auf den ersten Blick scheint 😉

Was Ihr zum Nachbacken braucht:

Teig

  • 125 g Butter
  • 125 g Zucker
  • 1 Ei
  • 250 g Mehl
  • 1 TL Backpulver

Quarkmasse

  • 500 g Quark
  • 100 g Zucker
  • 3 Eier
  • 100 g zerlassene Butter
  • 2 EL Mehl

Streusel

  • 100 g Mehl
  • 50 g Zucker
  • 50 g weiche Butter

Rhabarberkompott

  • 300 g Rhabarber
  • 50 g Zucker

Bevor es losgeht, den Backofen auf 180 Grad (Ober-/Unterhitze) vorheizen und ein Muffinblech einfetten.

Für den Rührteig Ei, Butter und Zucker mit dem Mixer (Rührstäbe) einige Minuten kräftig aufschlagen bis alles schaumig ist. Das Backpulver unter das Mehl mischen und zu der schaumigen Ei-Butter-Masse dazugeben. Einige Minuten auf mittlerer Stufe unterrühren. Der Teig sollte anschließend nicht zu zäh, aber auch noch nicht flüssig sein. Im ersten Fall kann einfach ein Schluck Milch zugegeben werden. Für den Fall, dass der Teig flüssig sein sollte, nach und nach ein wenig Mehl hinzugeben. Anschließend in Folie wickeln und mindestens 30 Minuten kalt stellen.

Den Rührteig auf einer bemehlten Fläche ca. 1 cm dick ausrollen und mit einem Glas 12 Teigkreise ausstechen. Damit die Muffinförmchen auskleiden.

Für die Quarkmasse:  Die Eier mit Zucker und Vanillezucker schaumig schlagen (Rührstäbe), den Quark dazugeben und die Butter unterrühren, dann das Mehl hinzufügen und alles zu einer glatten Masse verrühren.

Den Rhabarber für den Kompott gut waschen und zerkleinern. Mit dem Zucker in einen Topf geben und einige Minuten bei kleiner Hitze köcheln lassen, bis der Rhabarber beginnt zu zerfallen. Dabei immer wieder umrühren. Die Kochzeit könnt ihr davon abhängig machen, wie stark Ihr den Rhabarber zerkochen wollt. Soll er noch bissfest sein, reicht es so lange zu kochen bis sich der Zucker gelöst hat.

Um die Streusel herzustellen, werden Mehl, Zucker, Vanillezucker und Butter in eine Rührschüssel gegeben und mit den Rührstäbe des Mixers zu feinen Streuseln verrührt. Damit das gelingt, sollte die Butter zwar weich, aber nicht flüssig sein! Andernfalls entsteht ein großer Klumpen statt feiner Streuseln.

Die Quarkmasse gleichmäßig auf die mit Teig ausgekleideten Muffinförmchen verteilen, einen EL Rhabarber-Kompott darauf geben und mit Streuseln bedecken. Im heißen Ofen ca. 25-30 Minuten backen und anschließend gut abkühlen lassen.

Guten Appetit!

Backen, Sistereck

Orangen-Cupcakes

Wenn ich mich bei Instagram so umschaue, habe ich das Gefühl, dass neben den Nummern-Kuchen das Bananenbrot und der Fantakuchen die größten Essenstrends des Frühjahrs sind. Ich muss ehrlich zugeben, dass ich nichts von alledem bisher gebacken habe. Und bis vor einem Jahr hatte ich von Fantakuchen noch nicht mal was gehört… Ich kann also nicht behaupten, dass es für mich eine Kinheitserinnerung ist 😀 Keine Ahnung, wie dieser leckere Kuchen an mir vorbeigehen konnte, war ich doch schon immer eine Zuckerschnute. Letztes Wochenende habe ich dann kurzerhand entschieden, dass ich mich dringend mal an einer Variante des Fanta-Kuchens versuchen muss. Rausgekommen sind dieses leckeren Orangen-Cupcakes mit bunten Streuseln.

Was Ihr zum Nachbacken braucht

Muffins

  • 4 Eier
  • 200 g Zucker
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • 140 ml Öl
  • 180 ml Orangenlimonade
  • 2 Päckchen Orangenschalen
  • 350 g Mehl
  • 1 Päckchen Backpulver

Topping

  • 200 ml Schlagsahne
  • 1 Päckchen Sahnesteif
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • 200 g Schmand
  • 200 g Speisequark
  • bunte Streusel

Bevor es losgeht, den Backofen auf 180 Grad (Ober-/Unterhitze) vorheizen.

Für die Muffins: Mit den Rührstäben der Küchenmaschine Zucker, Vanillezucker und Öl gut verrühren, dann nach und nach die Eier dazugeben und noch einige Minuten weiterschlagen. Mehl, Backpulver und Orangenschalen vermischen und zur Zucker-Masse geben. Alles gut durchmischen und abschließend noch die Limonade dazugeben. Den fertigen Teig in die Muffinförmchen verteilen und im vorgeheizten Backofen auf der mittleren Einschubschiene 20 – 25 Minuten backen. Um zu kontrollieren, ob der Teig durchgebacken ist, könnt Ihr einfach mit einem Zahnstocher in den Teig stechen. Wenn die Masse am Stäbchen kleben bleibt, noch ein paar Minuten weiterbacken.

Für das Topping: Quark und Schmand in einer Schüssel vermengen. Die Sahne schlagen, das Sahnesteif und den Vanillezucker dazugeben und alles unter die Quark-Schmand-Masse heben. Das Topping auf den Muffins verteilen – je nach Bedarf mit einer Spritztüte oder einfach mit einem Löffel. Wer will, kann die Cupcakes jetzt noch mit bunten Streuseln verzieren.

Guten Appetit!

 

Backen, Sistereck

Berliner/Pfannkuchen/Kreppel/Krapfe

Berliner, Pfannkuchen, Kreppel, Krapfen. Unter welchen Namen kennt Ihr die mit Marmelade oder Pflaumenmus gefüllten Hefegebäckstücke? Bei uns zuhause hießen Sie Kreppel und wurden zu Karneval von meinem Papa selber gemacht. Natürlich durften dabei die beiden Exemplare, die statt mit Marmelade mit Senf und Ketchup gefüllt waren, nicht fehlen. Und ich kann es selber kaum glaube, aber es hat sich tatsächlich nie jemand gemeldet und beschwert. So schlecht können Sie also auch nicht geschmeckt haben.

Beim Bäcker bekommt man sie meist als Berliner, auch hier in Hessen. Als ich dann allerdings nach Berlin gezogen bin, stand ich vor dem Namensproblem. Und als ich das erste Mal beim Bäcker stand und jenes Gebäck kaufen wollte, habe ich ziemlich rumgestottert. Am Ende hab ich einfach mit dem Finger drauf gezeigt…

Dieses Jahr habe ich zum ersten Mal selber Berliner gebacken (mein Mann rollt jetzt mit den Augen. Für Ihn als echten Berliner bleiben es einfach Pfannkuchen. Mit Kreppel kann er sich auch noch anfreunden. Aber Berliner, das geht nicht :D). Ich habe mich für die etwas weniger fettige Ofen-Variante entschieden und bin sehr zufrieden mit dem Ergebnis.

Was Ihr zum Nachbacken braucht

Hefegebäck

  • 1/2 Würfel frische Hefe
  • 150 ml warme Milch
  • 20 g Butter
  • 40 g Zucker
  • 1 Ei
  • 350 g Mehl
  • 1 Prise Salz

Füllung

  • Pflaumenmus/Marmelade/Schokocreme
  • Butter zum Bestreichen
  • Puderzucker zum Bestreuen

 

Für das Hefegebäck: Milch und Butter in einem Topf erwärmen (aber nicht kochen), bis die Butter geschmolzen ist und anschließend kurz abkühlen lassen. Die Hefe in der Mischung auflösen. Mehl, Salz und Zucker in einer großen Schüssel vermengen. Die lauwarme Milch-Butter-Hefe-Mischung und das Ei dazugeben und zuerst mit den Knethaken der Küchenmaschine und dann mit den Händen einen glatten, geschmeidigen Teig kneten. Sollte der Teig noch zu sehr (an den Händen) kleben, noch etwas Mehl hinzugeben. Allerdings nicht zu viel, denn der Teig soll ja möglichst soft bleiben. Den Teig abschließend zu einer Kugel formen und gut abgedeckt 1 –  2 Stunden gehen lassen.

Den Hefeteig gut durchkneten und in 8-10 Bällchen teilen und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen. Ihr solltet auf genug Abstand zwischen den Bällchen achten, da diese beim Backen deutlich aufgehen. Den Teig nochmal für ca. 45 Minuten gehen lassen und den Backofen auf 160 Grad (Ober-/Unterhitze) vorheizen.

Die Hefe-Bällchen für 18-20 Minuten auf der mittleren Schiene des Backofens backen.

Für die Füllung: Die gewählte Füllung in einen Spritzbeutel mit schmaler Tülle füllen und ca. 1 EL in jeden Berliner spritzen. Anschließend noch einen bisschen Butter schmelzen, die Berliner damit bestreichen und mit Puderzucker bestreuen. Fertig.

Guten Appetit!

Backen, Sistereck

Mini-Cupcakes mit Zitronencreme und Baiserhaube

Ich brauche Sonne! Und Wärme! Ganz dringend!!! Und irgendwie bin ich erleichtert, wenn ich lese, dass dieser Winter nachgewiesenermaßen besonders grau ist. Es ist also nicht nur so ein Gefühl oder liegt an der neuen Umgebung und dem noch fehlenden sozialen Umfeld 😉 Und da wir in diesem Winter auch leider nicht in die Sonne fliegen konnten, hole ich mir die Sonne einfach auf den Teller 🙂 Mini-Cupcakes mit Zitronencreme und Baiserhaube, Vitamine und Zucker, Essen für die Seele.

Man mag es kaum glauben, aber während ich dabei bin, diesen Artikel zu schreiben, kommt doch tatsächlich die Sonne raus! Und strahlt und strahlt und strahlt. Da habe ich erst mal eine Pause eingelegt, das Fenster aufgemacht und mein Gesicht in die Sonne gehalten. Hach, herrlich! Und weil ich jede Minute dieses Wetters ausnutzen muss, tippe ich jetzt schnell zu Ende und rücke dann den Stuhl wieder in die richtige Position für ein winterliches „Sonnenbad“.

Was Ihr zum Nachbacken braucht

Für die Muffins (ca. 24 Stück)

  • 150 g weiche Butter
  • 150 g Zucker
  • 1 Pck Vanillezucker
  • 1 Pck Zitronenschalen
  • 2 Eier
  • 200 g Mehl
  • 1 TL Backpulver
  • evtl. etwas Milch

Für die Zitronencreme

  • 150 ml Zitronensaft
  • 1 Pck Zitronenschalen
  • 3 Eier
  • 150 g Zucker
  • 1 TL Stärke
  • 40 g Butter

Für die Baiserhaube

  • 2 Eiweiß
  • 100 g Zucker

Bevor es losgeht, den Backofen auf 180 Grad (Ober-/Unterhitze) vorheizen.

Für die Muffins: Mit den Rührstäben der Küchenmaschine die Butter mit Zucker und Vanillezucker cremig rühren, dann nach und nach die Eier dazugeben und noch einige Minuten weiterrühren. Mehl, Backpulver und Zitronenschalen vermischen und zur Butter-Zucker-Masser geben. Alles gut durchmischen. Sollte Euch der Teig noch zu zäh oder trocken erscheinen, könnt Ihr einfach einen Schluck Milch dazugeben. Den fertigen Teig in die Muffinförmchen verteilen und im vorgeheizten Backofen auf der mittleren Einschubschiene 20 Minuten backen. Um zu kontrollieren, ob der Teig durchgebacken ist, könnt Ihr einfach mit einem Zahnstocher in den Teig stechen. Wenn die Masse am Stäbchen kleben bleibt, noch ein paar Minuten weiterbacken.

Für die Zitronencreme: Zitronensaft, Zitronenschale, Eier, Zucker und Stärke in einen kleinen Topf mit einem Schneebesen gut vermischen und die Masse anschließend 5 Minuten unter ständigem Rühren erhitzen. Aber Achtung, die Zitronencreme sollte auf keinen Fall kochen! Nach dem Erhitzen 5 Minuten abkühlen lassen, dann die Butter unterheben. Die lauwarme Masse anschließend in einen Spritzbeutel geben und auf den Muffins verteilen. Wer keinen Spritzbeutel zur Hand hat: Ein kleiner Löffel tut es auch.

Für das Baiser: Zunächst das Eiweiß mit einem Mixer (Rührstäbe) steif schlagen. Den Zucker nach und nach einrieseln lassen und einige Minuten weiter schlagen bis sich der Zucker gelöst hat. Es entsteht eine zähe Baisermasse. Diese auf der Zitronencreme verteilen – je nach Bedarf mit einer Spritztüte oder einfach mit einem Löffel. Bei Bedarf mit einem Flambierer leicht bräunen, sonst einfach 1-2 Stunden antrocknen lassen. Wer auf Nummer sicher gehen möchte und lieber durchgebackenes Baiser isst, kann kleine Baisertupfer auf ein mit Backpapier belegtes Blech geben und diese bei 50-80 Grad 60-90 Minuten im Backofen trockenen. Anschließend können diese dann auf den Muffins verteilt werden.

Guten Appetit!

Backen, baking, Sistereck

Blutorangentarte

English version below

Kaum ist Weihnachten vorbei, hat man das Gefühl der Frühling müsste kommen… Ein ungutes Gefühl sagt mir aber, dass der wohl noch eine Weile auf sich warten lassen könnte. Trotzdem, nach der ganzen Weihnachtsschlemmerei mit viel Fleisch und Schokolade ist mir jetzt mal wieder nach was richtig Fruchtigem. Auf dem Weg durch den Supermarkt bin ich auf die ersten Blutorangen gestoßen. Und damit es nicht gleich zu frühlingshaft wird, habe ich die Blutorangen-Füllung mit einem Schokoboden kombiniert. Eine perfekte Mischung gegen den Winterblues!

Im vorletzten Sommer habe ich zum ersten Mal eine Tarte gebacken. Keine Ahnung, warum ich das früher nicht schon mal ausprobiert habe. Auch wenn dieser Kuchen nie gegessen wurde (denn er landete auf Grund eines sehr unglücklichen Zufalls auf den Treppenstufen im Treppenhaus und somit ohne probiert zu werden im Müll), habe ich meine Leidenschaft Tartes entdeckt. Ein einfacher Boden und dazu die unterschiedlichsten Füllungen, passend für jede Jahreszeit. Ich spiele mit dem Gedanken, passend zu jedem Monat eine Tarte zu backen. Was meint Ihr?

Was Ihr zum Nachbacken braucht

Für den Mürbeteigboden

  • 220 g Mehl
  • 125 g weiche Butter
  • 20 ml Wasser
  • 1 Eigelb
  • 50 g Zucker
  • 5 EL Backkakao

Für die Füllung

  • 2 Eier
  • 250 g Quark (20% oder Magerstufe)
  • 100 g saure Sahne
  • 500 ml Blutorangensaft (frisch gepresst oder aus dem Kühlregal)
  • 100 g Zucker
  • 5 EL Stärke

Bevor es losgeht, den Backofen auf 180 Grad (Ober-/Unterhitze) vorheizen und eine Tarteform (∅ 24 oder 26 cm) mit Butter einfetten.

Für den Mürbeteigboden: Das Mehl mit dem Kakao vermischen, Butter, Zucker und Ei dazugeben und mit den Knethaken der Küchenmaschine zu einem glatten Teig kneten. Sollte der Teig zu krümelig sein, etwas Wasser dazu geben. Die Tarteform mit dem Teig auslegen und mit einer Gabel einige Male in den Teig stechen (so wird die Blasenbildung verhindert). Anschließend 2-3 Stunden kühl stellen. Wenn Ihr unter Zeitdruck steht, reichen auch 30 Minuten.

Den ausgekühlten Teig mit Backpapier belegen, getrocknete Erbsen oder Linsen darauf streuen und alles im vorgeheizten Backofen 10 Minuten blind backen. Diese Technik dient dazu, dass der Rand aufgehen kann, der Boden jedoch flach bleibt und der Teig nachher besser gefüllt werden kann. Anschließend das Backpapier mit den Hülsenfrüchten entfernen und noch 5 Minuten weiterbacken.

Für die Füllung: Den Blutorangensaft in einen kleinen Topf geben, die Stärke vorsichtig einrühren und zusammen aufkochen lassen. Während der Saft abkühlt, die Eier und den Zucker mit der Küchenmaschine (Rührstäbe) schaumig schlagen, Quark und saure Sahne dazugeben und gut verrühren. Den eingedickten Saft dazugeben und nochmal gut vermengen. Die Masse gleichmäßig auf dem Boden verteilen und für ungefähr 30 Minuten auf der mittleren Schiene backen.

Ungefähr 1 Stunde abkühlen lassen und dann heißt es wieder: Guten Appetit!

 

English version:

As soon as Christmas is over, you feel like spring is coming … But something tells me that it might take a while. Nevertheless after all the Christmas fasting with a lot of meat and chocolate I am looking for something fruity. On my way through the supermarket the first blood oranges jumped in my eye. I combined the blood orange filling with a chocolate cake ground so the cake is not too springlike 😉 A perfect mix against the winter blues!

Last summer I baked my first tart. No idea why I have not tried this before. Even if this cake was never eaten (because it ended up on the steps in the stairway due to a very unfortunate coincidence and thus went without being tried into the trash), I discovered my passion to tartes. A simple cake ground and a variety of fillings, suitable for every season. I play with the idea to bake a tart for every month. What do you think?

What you need for baking

For the shortcrust pastry

220 g of flour
125 g soft butter
20 ml of water
1 egg yolk
50 g of sugar
5 tablespoons of baking cocoa

For the filling

2 eggs
250 g curd cheese (20% or lean)
100 g sour cream
500 ml of blood orange juice (freshly squeezed or from the refrigerated shelf)
100 g of sugar
5 tbsp starch

Before starting, preheat the oven to 180 degrees (top / bottom heat) and grease a tart tin (∅ 24 or 26 cm) with butter.

For the shortcrust pastry: Mix the flour with the cocoa, add butter, sugar and egg and knead with the dough hooks of the food processor to a smooth dough. If the dough is too crumbly, add some water. Lay out the tart dish with the dough and prick it with a fork a few times (this prevents the formation of bubbles). Then cool for 2-3 hours. If you’re under time pressure 30 minutes is enough.

Cover the cooled dough with baking paper sprinkled with dried peas or lentils and bake everything in a preheated oven for 10 minutes. This technique allows the edge to rise but the bottom stays flat and the dough can be better filled afterwards. Remove the baking paper with the legumes and continue baking for another 5 minutes.

For the filling: Put the blood orange juice in a small saucepan, stir in the starch carefully and bring it to boil. While the juice is cooling beat the eggs and the sugar with the food processor (stir bars) until foamy, add curd cheese and sour cream and stir well. Add the thickened juice and mix well again. Distribute the mass evenly on the cake ground and bake for about 30 minutes on the middle rail.

Cool for about 1 hour and then: Bon appetit!