Backen, Sistereck

Erdbeertiramisu

Kaum hat sich der Winter endlich aus dem Staub gemacht, ist gefühlt der Sommer schon da. Heute ist es kühl, grau und nass, ab morgen soll es aber wieder schön warm und sonnig werden 🙂 Seit unserem Umzug haben wir endlich wieder einen schönen und vor allem großen Balkon. Bepflanzt ist er auch schon und letzte Woche haben wir den Grill eingeweiht. Neben leckerem Grillgut durfte da natürlich auch der Nachtisch nicht fehlen. In unserem Fall: Erdbeertiramisu!

Was Ihr zum Nachmachen braucht:

  • 750 g Erdbeeren
  • 250 g Magerquark
  • 250 g Mascarpone
  • 60 g Zucker
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • 1 kleine Packung Löffelbiskuit
  • 100 ml Orangensaft
  • 80 g Gelierzucker
  • Kleine Auflaufform

Die Löffelbiskuit auf dem Boden der Auflaufform verteilen und mit dem Orangensaft beträufeln.

Mascarpone, Quark, Zucker und Vanillezucker einige Minuten zu einer lockeren Creme rühren (je nach Belieben mit der Küchenmaschine oder dem Schneebesen – ich bin meistens faul und nehme die Küchenmaschine 😉 ) und ungefähr 1/3 der Creme auf dem Löffelbiskuit verstreichen.

Die Erdbeeren waschen, ca. 500 g in dünne Scheiben schneiden und auf der Creme verteilen. Anschließend die übrige Mascarpone-Quark-Massw auf den Erdbeeren verteilen. Das Tiramisu abgedeckt für 2-3 Stunden kalt stellen.

Die restlichen Erdbeeren (ca. 250 g) in kleine Würfel schneiden und mit dem Gelierzucker zum kochen bringen. 3-4 Minuten köcheln lassen. Den Kompott abschließend auf dem Tiramisu verteilen.

Guten Appetit!

Backen, Sistereck

Orangen-Cupcakes

Wenn ich mich bei Instagram so umschaue, habe ich das Gefühl, dass neben den Nummern-Kuchen das Bananenbrot und der Fantakuchen die größten Essenstrends des Frühjahrs sind. Ich muss ehrlich zugeben, dass ich nichts von alledem bisher gebacken habe. Und bis vor einem Jahr hatte ich von Fantakuchen noch nicht mal was gehört… Ich kann also nicht behaupten, dass es für mich eine Kinheitserinnerung ist 😀 Keine Ahnung, wie dieser leckere Kuchen an mir vorbeigehen konnte, war ich doch schon immer eine Zuckerschnute. Letztes Wochenende habe ich dann kurzerhand entschieden, dass ich mich dringend mal an einer Variante des Fanta-Kuchens versuchen muss. Rausgekommen sind dieses leckeren Orangen-Cupcakes mit bunten Streuseln.

Was Ihr zum Nachbacken braucht

Muffins

  • 4 Eier
  • 200 g Zucker
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • 140 ml Öl
  • 180 ml Orangenlimonade
  • 2 Päckchen Orangenschalen
  • 350 g Mehl
  • 1 Päckchen Backpulver

Topping

  • 200 ml Schlagsahne
  • 1 Päckchen Sahnesteif
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • 200 g Schmand
  • 200 g Speisequark
  • bunte Streusel

Bevor es losgeht, den Backofen auf 180 Grad (Ober-/Unterhitze) vorheizen.

Für die Muffins: Mit den Rührstäben der Küchenmaschine Zucker, Vanillezucker und Öl gut verrühren, dann nach und nach die Eier dazugeben und noch einige Minuten weiterschlagen. Mehl, Backpulver und Orangenschalen vermischen und zur Zucker-Masse geben. Alles gut durchmischen und abschließend noch die Limonade dazugeben. Den fertigen Teig in die Muffinförmchen verteilen und im vorgeheizten Backofen auf der mittleren Einschubschiene 20 – 25 Minuten backen. Um zu kontrollieren, ob der Teig durchgebacken ist, könnt Ihr einfach mit einem Zahnstocher in den Teig stechen. Wenn die Masse am Stäbchen kleben bleibt, noch ein paar Minuten weiterbacken.

Für das Topping: Quark und Schmand in einer Schüssel vermengen. Die Sahne schlagen, das Sahnesteif und den Vanillezucker dazugeben und alles unter die Quark-Schmand-Masse heben. Das Topping auf den Muffins verteilen – je nach Bedarf mit einer Spritztüte oder einfach mit einem Löffel. Wer will, kann die Cupcakes jetzt noch mit bunten Streuseln verzieren.

Guten Appetit!

 

Backen, Sistereck

Herbstlicher Pflaumen-Streuselkuchen

Jetzt ist er tatsächlich da: der Herbst! Nach Sommermonaten, die ja größtenteils zum Vergessen waren, dafür aber ein paar sehr schönen Spätsommertagen in der letzten Woche lässt es sich jetzt nicht mehr leugnen: Der Herbst ist da.

Für mich und meinen Mann stand im Oktober ein großer Umzug aus der Metropole Berlin in die Kleinstadt Marburg an der Lahn an (ok, streng genommen ist Marburg eine „Mittelstadt“, aber mal ganz ehrlich: von einer Stadt mit 3,4 Millionen Einwohnern in eine mit knapp 78000 – da ist letztere ja wohl eine Kleinstadt!). Mittlerweile sind die meisten Kisten ausgepackt und fast alle Möbel aufgebaut. Es kann also auch wieder gebacken werden 😉 Und so habe ich die neue (gut, per se ist sie wohl eher schon etwas älter, aber für mich ist sie neu) Küche mit einem herbstlichen Pflaumen-Streuselkuchen eingeweiht. Unglaublich lecker! Und nach der ersten Nutzung der Küchenmaschine habe ich mich in der neuen Wohnung auch gleich ein bisschen mehr zuhause gefühlt 😀

Was Ihr zum Nachbacken braucht

Rührteig

  • 125 g weiche Butter
  • 125 g  Zucker
  • 2 Eier
  • 125 g Mehl
  • 1 gestrichener TL Backpulver

Füllung

  • 1 kg Pflaumen

Streusel

  • 100 g Mehl
  • 50 g Zucker
  • 50 g weiche Butter
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • 1 Msp gemahlener Zimt

 

Bevor es losgeht, den Backofen auf 180 Grad (Ober-/Unterhitze) vorheizen, den Boden einer Springform (∅ 24 oder 26 cm) mit Backpapier auslegen und den Formrand einfetten.

Die Pflaumen waschen, entsteinen und halbieren.

Für den Rührteig Eier, Butter und Zucker mit dem Mixer (Rührstäbe) einige Minuten kräftig aufschlagen bis alles schaumig ist. Das Backpulver unter das Mehl mischen und zu der schaumigen Ei-Butter-Masse dazugeben. Einige Minuten auf mittlerer Stufe unterrühren. Der Teig sollte anschließend nicht zu zäh, aber auch noch nicht flüssig sein. Im ersten Fall kann einfach ein Schluck Milch zugegeben werden. Für den Fall, dass der Teig flüssig sein sollte, nach und nach ein wenig Mehl hinzugeben.

Den Teig auf dem Boden der Springform verteilen und glatt streichen. Dann die halbierten Pflaumen schuppenartig auf den Teig legen und leicht eindrücken.

Um die Streusel herzustellen, werden Mehl, Zucker, Vanillezucker, Zimt und Butter in eine Rührschüssel gegeben und mit den Rührstäbe des Mixers zu feinen Streuseln verrührt. Damit das gelingt, sollte die Butter zwar weich, aber nicht flüssig sein! Andernfalls entsteht ein großer Klumpen statt feinen Streuseln. Die Streusel anschließend gleichmäßig über den Pflaumen verteilen.

Den Kuchen mittig in den vorgeheizten Ofen schieben und ca. 60 Minuten backen bis die Streusel goldbraun sind.

Den fertigen Kuchen eine halbe Stunde abkühlen lassen und dann heißt es wieder: guten Appetit!

 

 

 

 

Backen, Sistereck

Mojito-Cupcakes

An Pfingsten steht in Berlin traditionell  der „Karneval der Kulturen“ an. Ein multikulturelles Straßenfest mit Musik, Essen, Tanz und einem Straßenumzug am Sonntag durch Kreuzberg.

Wir wohnen mittendrin, vor unserem Haus formieren sich ab morgens die Wagen und bis zum Nachmittag wackeln die Fenster von den Bässen der Musik. Ein Entrinnen gibt es also nicht 😉 Neben wegfahren ist mitfeiern die einzige Option und das machen wir dann natürlich auch (und nicht erst seit wir hier wohnen). Für alle, die noch nie die Gelegenheit hatten an Pfingsten dabei zu sein: Es hat eher was von Karneval in Rio als von Fassenacht im Rheinland. Knappe Kostüme, die viel Haut sehen lassen, Sambaklänge oder Techno und nicht zu vergessen die Cocktails. Vor jedem Haus entlang der Strecke verkaufen die Anwohner selbstgemachtes Essen, Getränke und Mojitos. Tatsächlich ist das eine der wenigen Gelegenheiten, an denen auch ich mal Alkohol trinke (nein, ich trinke nicht aus Prinzip keinen Alkohol, er schmeckt mir einfach nicht besonders…).

Bei Mojitos mag ich aber die Mischung aus Minze, Limetten und Süße und irgendwie gehört es einfach dazu. Was also ist da passender, als zum Karneval Mojito-Cupcakes zu backen? Natürlich habe ich mich dabei von den typischen Zutaten (braunem Zucker, Rum, Minze, Limette) inspirieren lassen. Und wer einen anderen Anlass als den Karneval der Kulturen sucht: Ich bin sicher, die kommen auf jeder (Sommer-)Party gut an 🙂

Was Ihr zum Nachbacken braucht:

Für die Muffins

  • 180 g weiche Butter
  • 180 g brauner Zucker
  • Saft und Schale einer Limette
  • 16 gehackte Minzblätter
  • 4 cl Rum
  • 280 g Mehl
  • 120 g Stärke
  • 4 TL Backpulver

Für das Topping

  • 125 g Butter
  • 125 g Puderzucker
  • 200 g Frischkäse (natur)
  • Saft von 1-2 Limetten
  • gehackte Minzblätter
  • einige Limetten und Minzblätter zum Verzieren

 

Bevor es losgeht, den Backofen auf 180 Grad (Ober-/Unterhitze) vorheizen und ein Muffinblech mit Muffinförmchen bestücken.

Für die Muffins: Die Butter und den braunen Zucker mit den Rührstäben der Küchenmaschine 5-10 Minuten kräftig schlagen, bis sich der Zucker größtenteils gelöst hat. Die Limetten heiß waschen, trocken reiben und die Schale abreiben. Anschließend  den Saft auspressen und zusammen mit dem Frischkäse, den gehackten Minzblättern und dem Rum zur Buttermasse geben. Die Eier nacheinander einrühren.

Mehl, Stärke und Backpulver vermischen. Die Rührstäbe gegen Knethaken austauschen und die Mehlmasse zum restlichen Teig geben. Alles zu einem glatten Teig verrühren.

Den fertigen Teig auf die Muffinförmchen verteilen und das Blech im vorgeheizten Backofen auf der mittleren Schiene 15-20 Minuten backen. Um zu kontrollieren, ob der Teig durchgebacken ist, könnt Ihr einfach mit einem Zahnstocher in den Teig stechen. Wenn die Masse am Stäbchen kleben bleibt, noch ein paar Minuten weiterbacken.

Für das Topping: Butter und Puderzucker zusammen mit den Rührstäben der Küchenmaschine einige Minuten auf höchster Stufe schaumig schlagen, anschließend den Frischkäse sowie einige gehackte Minzblätter und den Limettensaft dazugeben, alles gut verrühren. Die Masse in einen Spritzbeutel mit Sterntülle füllen, auf den ausgekühlten Muffins verteilen und mit Limettenscheiben und Minzblättern verzieren. Prost und guten Appetit!

P.S. Das Rezept funktioniert natürlich auch ohne Rum 😉

 

 

Backen, Sistereck

Zimtschneckenkuchen

Als Leo vor ein paar Tage in Kopenhagen war, hat sie uns mit vielen schönen Fotos Ihrer Reise beglückt. Und immer wieder von den leckeren Kanelbullar zum Frühstück geschwärmt. Leider kann man sich die ja nicht täglich einfliegen lassen… Was liegt also näher, als selber mal ein paar auszuprobieren? Ich würde sagen, diese Kuchenvariante hier ist fast genauso gut wie die Zimtschnecken, die Leo jeden Morgen gefrühstückt hat 😉 Zumindest die Testpersonen hier waren absolut überzeugt 😀

Was Ihr zum Nachbacken braucht

Hefeteig

  • 7 g Trockenhefe (entspricht einem Päckchen)
  • 200 ml Milch
  • 80 g weiche Butter
  • 150 g Zucker
  • 1 Prise Salz
  • 1 Ei
  • 500 g Mehl

Füllung

  • weiche Butter
  • 50-100 g Zucker
  • 2 TL Zimt

Zuckerguss

  • 4 EL Milch
  • 8 EL Puderzucker

Bevor es losgeht, den Backofen auf 160 Grad (Ober-/Unterhitze) vorheizen, den Boden einer Springform (∅ 24 oder 26 cm) mit Backpapier auslegen und den Formrand einfetten.

Milch in einem Topf erwärmen (aber nicht kochen), 4 TL der handwarmen Milch in einer kleinen Schüssel mit mit 1 TL Zucker und der Hefe vermischen. Die Mischung 5 Minuten stehen lassen um die Hefe zu aktivieren.

Mehl, Hefepulver, Salz und Zucker in einer großen Schüssel vermengen. Die lauwarme Milch-Hefe-Mischung, die Butter und das Ei dazugeben und zuerst mit den Knethaken der Küchenmaschine und dann mit den Händen einen glatten, geschmeidigen Teig kneten. Sollte der Teig noch zu sehr (an den Händen) kleben, noch etwas Mehl hinzugeben. Den Teig abschließend zu einer Kugel formen und gut abgedeckt 1 –  2 Stunden gehen lassen.

Anschließend den Teig auf einer gut bemehlten Oberfläche nochmals gut kneten und zu einem Quadrat von ungefähr 40 x 40 cm ausrollen. Dieses ruhig dick und bis zum Rand mit Butter bestreichen. Zimt und Zucker gut vermischen und auf dem mit Butter bestrichenen Hefeteig verteilen.

Jetzt den Teig entlang einer der Seite aufrollen und ca. 4 cm dicke Scheiben abschneiden. Diese in die Form legen und alles 30 – 35 Minuten auf mittlerer Schiene im Backofen goldbraun backen.

Die Milch erwärmen, den Puderzucker einrühren und auf dem noch warmen Zimtschneckenkuchen verteilen. Lauwarm schmeckt er einfach am besten! Guten Appetit!

Backen, Sistereck

Limetten-Tarte

Ich bin im Tarte-Fieber! Eindeutig! Aber ich finde die Mischung aus Mürbeteigboden und fruchtiger Füllung einfach unschlagbar. Vorletzte Woche waren wir bei unseren Nachbarn zu einem Hauskonzert eingeladen, anschließend gab es Mojitos. Da kam mir der Gedanke, das Limetten mit Frischkäse eine ziemlich leckere Mischung sein könnten. Heute gibt es das Resultat dieser Überlegung 😊

Was Ihr zum Nachbacken braucht:

Für den Mürbeteigboden

  • 160 g Mehl
  • 60 g gemahlene Mandeln
  • 125 g weiche Butter
  • 20 ml Wasser
  • 1 Eigelb
  • 50 g Zucker

Für die Füllung

  • 6 Blatt Gelatine
  • 3 Limetten
  • 200 g Frischkäse
  • 100 g Joghurt
  • 100 g Puderzucker
  • 100 g Sahne

Für die Verzierung:

  • 2 Limetten
  • 50 g Puderzucker
  • 200 ml Wasser

 

Bevor es losgeht, den Backofen auf 180 Grad (Ober-/Unterhitze) vorheizen und eine Tarteform (∅ 24 oder 26 cm) mit Butter einfetten.

Für den Mürbeteigboden: Das Mehl mit den Mandeln vermischen, Butter, Zucker und Ei dazugeben und mit den Knethaken der Küchenmaschine zu einem glatten Teig kneten. Sollte der Teig zu krümelig sein, etwas Wasser dazu geben. Die Tarteform mit dem Teig auslegen und mit einer Gabel einige Male in den Teig stechen (so wird die Blasenbildung verhindert). Anschließend 2-3 Stunden kühl stellen. Wenn Ihr unter Zeitdruck steht, reichen auch 30 Minuten.

Den ausgekühlten Teig mit Backpapier belegen, getrocknete Erbsen oder Linsen darauf streuen und alles im vorgeheizten Backofen 10 Minuten blind backen. Diese Technik dient dazu, dass der Rand aufgehen kann, der Boden jedoch flach bleibt und der Teig nachher besser gefüllt werden kann. Anschließend das Backpapier mit den Hülsenfrüchten entfernen und noch 5 Minuten weiterbacken.

Für die Füllung: Die Gelatine mit Wasser in einem Topf einweichen. Die Limetten heiß waschen, trocken reiben und von Zweien die Schale abreiben. Anschließend aus allen 4 Limetten den Saft auspressen und mit dem Frischkäse, dem Yoghurt und dem Puderzucker zu einer glatten Masse verrühren.

Die Gelatine mit Wasser erwärmen, bis sie sich komplett aufgelöst hat. Etwas abkühlen lassen. Währenddessen die Sahne steif schlagen. Die Gelatine zur Limettencreme geben und gut verrühren. Anschließend die Sahne unterheben und alles auf dem ausgekühlten Tarte-Boden verteilen.

Jetzt braucht Ihr Geduld – die Tarte sollte mindestens 4 Stunden abkühlen….

Für die Verzierung: Den Puderzucker im Wasser lösen und aufkochen. Die Limetten gut abwaschen, in dünne Scheiben schneiden und 3-4 Minuten im Zuckersirup kandieren. Anschließend gut trockenen lassen und den Kuchen damit verzieren. Essen würde ich sie nicht unbedingt – unter Umständen sind sie trotz oder wegen des kandierens doch etwas bitter…

Guten Appetit!

Backen, Sistereck

Rhabarbertarte mit Baiserhaube

Rhabarber – für mich der Inbegriff von Frühling! Wenn ich auf dem Markt (oder auch im Supermarkt) die ersten Stangen entdecke, weiß ich, dass der Frühling trotz Kälte und Regen nicht mehr sooo weit weg sein kann. Und so habe ich letzte Woche gleich das erste Kilo des Jahres gekauft und heute zu einem leckeren Kuchen verbacken. Ich liebe die säuerliche Note des Rhabarbers im Zusammenspiel mit Baiser und Mürbeteig. Wenn ich mich richtig erinnere, war Rhabarber-Baiser auch einer der ersten Obstkuchen, die bei uns früher gebacken wurden. Damals mit frischem Rhabarber aus dem eigenen Garten. Irgendwann ist der Rhabarber dann Johannisbeeren gewichen. Ich weiß gar nicht warum … Ich mag beides 🙂 Deshalb gibt es hier heute eine leckere Rhabarbertarte mit Baiserhaube.

Rhabarberbaiser 1

Was Ihr zum Nachbacken braucht:

Für den Mürbeteigboden

  • 220 g Mehl
  • 125 g weiche Butter
  • 20 ml Wasser
  • 1 Eigelb
  • 50 g Zucker

Für die Füllung

  • 600 g Rhabarber
  • 4 EL Zitronensaft
  • 250 g Gelierzucker (2:1)
  • 3 EL Stärke
  • 4 EL Wasser

Für das Baiser

  • 2 Eiweiß
  • 100 g Zucker

Bevor es losgeht, den Backofen auf 180 Grad (Ober-/Unterhitze) vorheizen und eine Tarteform (∅ 24 oder 26 cm) mit Butter einfetten.

Für den Mürbeteigboden: Das Mehl mit Butter, Zucker und Ei vermischen und mit den Knethaken der Küchenmaschine zu einem glatten Teig kneten. Sollte der Teig zu krümelig sein, etwas Wasser dazu geben. Die Tarteform mit dem Teig auslegen und mit einer Gabel einige Male in den Teig stechen (so wird die Blasenbildung verhindert). Anschließend 2-3 Stunden kühl stellen. Wenn Ihr unter Zeitdruck steht, reichen auch 30 Minuten.

Den ausgekühlten Teig mit Backpapier belegen, getrocknete Erbsen oder Linsen darauf streuen und alles im vorgeheizten Backofen 10 Minuten blind backen. Diese Technik dient dazu, dass der Rand aufgehen kann, der Boden jedoch flach bleibt und der Teig nachher besser gefüllt werden kann. Anschließend das Backpapier mit den Hülsenfrüchten entfernen und noch 5 Minuten weiterbacken.

Für die Füllung: Den Rhabarber waschen und in 2-3 cm große Stücke schneiden. In einen Topf geben und mit dem Zitronensaft und dem Gelierzucker ein paar Minuten ziehen lassen. Die Stärke mit dem Wasser verrühren, zum Rhabarber geben. Alles kurz aufkochen und dann unter Rühren noch 5 Minuten köcheln lassen, bis der Rhabarber weich ist und beginnt zu zerfallen. Etwas abkühlen lassen und dann auf den ausgekühlten Tarte-Boden geben.

Für das Baiser: Zunächst das Eiweiß mit einem Mixer (Rührstäbe) steif schlagen. Den Zucker nach und nach einrieseln lassen und einige Minuten weiter schlagen bis sich der Zucker gelöst hat. Es entsteht eine zähe Baisermasse. Diese auf der Rhabarbermasse verteilen – je nach Bedarf mit einer Spritztüte oder einfach mit einem Löffel. Den Kuchen noch ca. 15 Minuten backen bis das Baiser beginnt goldgelb zu werden.

Etwas abkühlen lassen und genießen. Guten Appetit!

Rhabarberbaiser 3

Rhabarberbaiser 4

Backen, baking, Sistereck

Blutorangentarte

English version below

Kaum ist Weihnachten vorbei, hat man das Gefühl der Frühling müsste kommen… Ein ungutes Gefühl sagt mir aber, dass der wohl noch eine Weile auf sich warten lassen könnte. Trotzdem, nach der ganzen Weihnachtsschlemmerei mit viel Fleisch und Schokolade ist mir jetzt mal wieder nach was richtig Fruchtigem. Auf dem Weg durch den Supermarkt bin ich auf die ersten Blutorangen gestoßen. Und damit es nicht gleich zu frühlingshaft wird, habe ich die Blutorangen-Füllung mit einem Schokoboden kombiniert. Eine perfekte Mischung gegen den Winterblues!

Im vorletzten Sommer habe ich zum ersten Mal eine Tarte gebacken. Keine Ahnung, warum ich das früher nicht schon mal ausprobiert habe. Auch wenn dieser Kuchen nie gegessen wurde (denn er landete auf Grund eines sehr unglücklichen Zufalls auf den Treppenstufen im Treppenhaus und somit ohne probiert zu werden im Müll), habe ich meine Leidenschaft Tartes entdeckt. Ein einfacher Boden und dazu die unterschiedlichsten Füllungen, passend für jede Jahreszeit. Ich spiele mit dem Gedanken, passend zu jedem Monat eine Tarte zu backen. Was meint Ihr?

Was Ihr zum Nachbacken braucht

Für den Mürbeteigboden

  • 220 g Mehl
  • 125 g weiche Butter
  • 20 ml Wasser
  • 1 Eigelb
  • 50 g Zucker
  • 5 EL Backkakao

Für die Füllung

  • 2 Eier
  • 250 g Quark (20% oder Magerstufe)
  • 100 g saure Sahne
  • 500 ml Blutorangensaft (frisch gepresst oder aus dem Kühlregal)
  • 100 g Zucker
  • 5 EL Stärke

Bevor es losgeht, den Backofen auf 180 Grad (Ober-/Unterhitze) vorheizen und eine Tarteform (∅ 24 oder 26 cm) mit Butter einfetten.

Für den Mürbeteigboden: Das Mehl mit dem Kakao vermischen, Butter, Zucker und Ei dazugeben und mit den Knethaken der Küchenmaschine zu einem glatten Teig kneten. Sollte der Teig zu krümelig sein, etwas Wasser dazu geben. Die Tarteform mit dem Teig auslegen und mit einer Gabel einige Male in den Teig stechen (so wird die Blasenbildung verhindert). Anschließend 2-3 Stunden kühl stellen. Wenn Ihr unter Zeitdruck steht, reichen auch 30 Minuten.

Den ausgekühlten Teig mit Backpapier belegen, getrocknete Erbsen oder Linsen darauf streuen und alles im vorgeheizten Backofen 10 Minuten blind backen. Diese Technik dient dazu, dass der Rand aufgehen kann, der Boden jedoch flach bleibt und der Teig nachher besser gefüllt werden kann. Anschließend das Backpapier mit den Hülsenfrüchten entfernen und noch 5 Minuten weiterbacken.

Für die Füllung: Den Blutorangensaft in einen kleinen Topf geben, die Stärke vorsichtig einrühren und zusammen aufkochen lassen. Während der Saft abkühlt, die Eier und den Zucker mit der Küchenmaschine (Rührstäbe) schaumig schlagen, Quark und saure Sahne dazugeben und gut verrühren. Den eingedickten Saft dazugeben und nochmal gut vermengen. Die Masse gleichmäßig auf dem Boden verteilen und für ungefähr 30 Minuten auf der mittleren Schiene backen.

Ungefähr 1 Stunde abkühlen lassen und dann heißt es wieder: Guten Appetit!

 

English version:

As soon as Christmas is over, you feel like spring is coming … But something tells me that it might take a while. Nevertheless after all the Christmas fasting with a lot of meat and chocolate I am looking for something fruity. On my way through the supermarket the first blood oranges jumped in my eye. I combined the blood orange filling with a chocolate cake ground so the cake is not too springlike 😉 A perfect mix against the winter blues!

Last summer I baked my first tart. No idea why I have not tried this before. Even if this cake was never eaten (because it ended up on the steps in the stairway due to a very unfortunate coincidence and thus went without being tried into the trash), I discovered my passion to tartes. A simple cake ground and a variety of fillings, suitable for every season. I play with the idea to bake a tart for every month. What do you think?

What you need for baking

For the shortcrust pastry

220 g of flour
125 g soft butter
20 ml of water
1 egg yolk
50 g of sugar
5 tablespoons of baking cocoa

For the filling

2 eggs
250 g curd cheese (20% or lean)
100 g sour cream
500 ml of blood orange juice (freshly squeezed or from the refrigerated shelf)
100 g of sugar
5 tbsp starch

Before starting, preheat the oven to 180 degrees (top / bottom heat) and grease a tart tin (∅ 24 or 26 cm) with butter.

For the shortcrust pastry: Mix the flour with the cocoa, add butter, sugar and egg and knead with the dough hooks of the food processor to a smooth dough. If the dough is too crumbly, add some water. Lay out the tart dish with the dough and prick it with a fork a few times (this prevents the formation of bubbles). Then cool for 2-3 hours. If you’re under time pressure 30 minutes is enough.

Cover the cooled dough with baking paper sprinkled with dried peas or lentils and bake everything in a preheated oven for 10 minutes. This technique allows the edge to rise but the bottom stays flat and the dough can be better filled afterwards. Remove the baking paper with the legumes and continue baking for another 5 minutes.

For the filling: Put the blood orange juice in a small saucepan, stir in the starch carefully and bring it to boil. While the juice is cooling beat the eggs and the sugar with the food processor (stir bars) until foamy, add curd cheese and sour cream and stir well. Add the thickened juice and mix well again. Distribute the mass evenly on the cake ground and bake for about 30 minutes on the middle rail.

Cool for about 1 hour and then: Bon appetit!

Backen, Sistereck

Osterlamm

Für mich gibt es drei Dinge, die an Ostern nicht fehlen dürfen: Osterzopf, Pashka und das Osterlamm. Ich habe ein paar Varianten mit Nüssen und Mandeln ausprobiert und mich schlussendlich für einen ganz einfachen Teig mit Vanillegeschmack entschieden. Das klappt zuverlässig, lässt sich super aus der Form lösen und zerfällt nicht (jaaa, eines der ersten war nach dem Backen und Herauslösen einfach nur noch ein Haufen bröseliger Teig, das braucht ja wirklich keiner…) Wer es gerne fruchtig mag, kann den Teig statt mit Vanille mit Zitronen- oder Orangenschalen aromatisieren.

Was Ihr zum Nachbacken braucht:

  • 2 Eier
  • 125 g weiche Butter
  • 175 g Zucker
  • 1 Päckchen Vanille- oder Vanillinzucker
  • 250 g Mehl
  • 2 TL Backpulver
  • 25-50 ml Milch
  • Lammform (0,8 Liter)

Bevor es losgeht, den Backofen auf 175 Grad (Ober-/Unterhitze) vorheizen und die Form für das Osterlamm mit Butter einfetten.

Die Eier in Eiweiß und Eigelb trennen und zunächst das Eiweiß mit einem Mixer (Rührstäbe) steif schlagen. Anschließend zur Seite stellen.

Eigelb, Butter, Zucker und Vanillezucker mit dem Mixer (Rührstäbe) einige Minuten kräftig aufschlagen bis alles schaumig ist. Das Backpulver unter das Mehl mischen und zu der schaumigen Ei-Butter-Masse dazugeben. Mit dem Knethaken auf mittlerer Stufe unterrühren. Der Teig ist anschließend meist noch etwas krümelig und zäh, deshalb geben wir je nach Gefühl 50 – 100 ml Milch dazu bis eine glatte, aber nicht flüssige Masse entsteht. Dann das Eiweiß unterheben. Den Teig in der Form verteilen.

Die Form auf ein Backblech stellen, auf der untersten Schiene in den vorgeheizten Ofen schieben und ca. 40 Minuten backen. Um zu kontrollieren, ob der Teig durchgebacken ist, einfach mit einem Zahnstocher in den Teg stechen. Wenn Teig am Stäbchen kleben bleibt, noch ein paar Minuten weiterbacken. Lasst Euch nicht davon täuschen, dass Euch der Teig vielleicht noch zu weich vorkommt oder sich etwas eindrücken lässt. Sobald er abkühlt, härtet der Kuchen außen etwas nach und bleibt innen trotzdem schön fluffig und vor allem saftig!

Jetzt noch eine halbe Stunde abkühlen lassen, bei Bedarf mit etwas Puderzucker bestreien und schon ist das Lamm für die Ostertafel fertig. Guten Appetit und frohe Ostern Euch allen!

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Pashka – Russicher Osterquark

In meinem vorletzten Blogbeitrag hatte ich geschrieben, dass es für mich drei Dinge gibt, die an Ostern nicht fehlen dürfen. Der Osterzopf war das Erste. Pashka – russischer Osterquark ist das Zweite. Noch so eine Tradition bei uns in der Familie. Seit ich mich erinnern kann, wurde er bei uns zu Ostern gegessen. Zurückzuführen ist dieser Brauch auf meine Oma, die bei einer russischen Familie groß geworden ist. Nachdem wir ausgezogen und an Ostern nicht mehr jedes Jahr in der Heimat waren, haben auch Leonie und ich angefangen die Pashka zuzubereiten.

Pashka ist eine traditionelle Osterspeise, die von russisch-orthodoxen Christen zum Osterfest in der Kirche geweiht wird. Zubereitet wird sie in einer eigens dafür angefertigten Holzform und anschließend mit dem russisch-orthodoxen Kreuz und den kyrillischen Buchstaben X und B dekoriert. Sie stehen für „Christus woskres“ – „Christus ist auferstanden“.

Was Ihr zum Nachmachen braucht

  • einen mittelgroßen Tonblumentopf mit Loch im Boden
  • eine große Stoffserviette
  • 1 kg Quark (20 %)
  • 1 kg saure Sahne
  • 1 Ei
  • 270 g Zucker
  • 1 kleine Tasse süße Mandeln (blanchiert)
  • Mark von einer Vanillestange
  • 30 g Butter
  • 1/2 Tasse Rosinen

Die Zubereitung ist nicht sehr aufwendig, da der Quark und die fertige Masse jedoch jeweils über Nacht abtropfen müssen, empfehle ich mit der Zubereitung spätestens am Karfreitag zu beginnen.

Den Quark am Abend vor der eigentlichen Zubereitung in eine feuchte Serviette einwickeln, in den Blumentopf geben und über Nacht abtropfen lassen. Wer keinen Blumentopf hat, kann auch die Serviette in einem Sieb ausbreiten und den Quark hineintun. Funktioniert zum Abtropfen genauso gut.

Den trockenen Quark am nächsten Tag mit der sauren Sahne vermischen, anschließend mit dem Ei, Zucker, dem Mark der Vanilleschote, Butter, Mandeln und Rosinen in einem großen Topf auf leichter Flamme erwärmen (nicht zu heiß werden lassen und auf keinen Fall kochen!) bis die Butter komplett geschmolzen ist.

Die gesamte Masse anschließend wieder mit der Serviette in den Blumentopf (oder das Sieb) füllen und erneut über Nacht abtropfen lassen. Danach in eine Plastikdose umfüllen. Im Kühlschrank hält sich die Pashka 2-3 Tage.

Guten Appetit!