Backen, Sistereck

Johannisbeerbaiser – kleiner Aufwand, großer Genuss

Johannisbeerbaiser – ein Kuchen, den ich mittlerweile fast im Schlaf beherrsche. Und von dem ich kaum genug bekommen kann 😀 Wenn der einmal vor mir steht, muss ich mich wirklich zusammenreißen, nicht gleich die Hälfte zu verputzen. Die Mischung aus einem Mürbeteig mit Mandelmasse, sauren Johannisbeeren und süßem Baiser ist einfach perfekt! Im Winter macht er Lust auf den Sommer und an heißen Tagen sind die sauren Beeren eine Erfrischung – und das bei wirklich überschaubarem Aufwand!

Deshalb verbringe ich in der Johannisbeersaison auch freiwillig einige Stunden damit, die Beeren zu pflücken, zu waschen, anschließend zu zupfen und dann abgewogen einzufrieren.

Was Ihr zum Nachbacken braucht:

  • 400 – 700 g Johannisbeeren

Für den Mürbeteig

  • 300 g Mehl
  • 200 g weiche Butter
  • 2 Eigelb
  • etwas Zucker

Für die Mandelmasse

  • 3 Eigelb
  • 100 g Zucker
  • 80 g gemahlene Mandeln
  • 50 ml Milch

Für das Baiser

  • 5 Eiweiß
  • 250 g Zucker

Bevor es losgeht, den Backofen auf 150 Grad (Ober-/Unterhitze) vorheizen und eine Tartform (∅ 24 oder 26 cm) oder ein Backblech mit Butter einfetten.

Für den Mürbeteig: Aus Mehl, Butter, Eigelb und Zucker zunächst mit den Knetstäben der Küchenmaschine und anschließend mit der Hand einen glatten Teig kneten. Diesen gleichmäßig in der Tarteform oder auf dem Backblech verteilen und an den Rändern festdrücken. Wahlweise könnt Ihr den Teig auch in Frischhaltefolie verpackt eine halbe Stunde kalt stellen. Das Ausrollen gelingt so etwas leichter. Dabei sollte der ausgerollte Teig immer etwas größer als die gewünschte Form sein, damit Ihr auch hier einen Rand formen könnt.

Für die Mandelmasse: Die Mandeln mit Eigelb, Zucker und Milch in eine kleine Schüssel geben und mit einem Löffel gut durchrühren. Auf dem Mürbeteig verteilen und zusammen ungefähr 10 Minuten backen. Wenn Ihr das Blech aus dem Ofen holt, sollte die Mandelmasse nicht mehr flüssig sein. Ein paar Minuten abkühlen lassen.

Jetzt die Johannisbeeren auf dem vorgebackenen Teig verteilen, sodass der Boden komplett bedeckt ist. Wenn Ihr eine etwas kleinere runde Tarteform verwendet, reichen ca. 300 g Beeren. Für ein ganzes Blech solltet Ihr 600 – 700 g einplanen.

Für das Baiser: Für eine Tarteform reicht das Baiser aus 3 Eiweiß und 150 g Zucker, für ein Backblech braucht ihr die Masse aus 5 Eiweiß mit 250 g Zucker. Zunächst das Eiweiß mit einem Mixer (Rührstäbe) steif schlagen. Den Zucker nach und nach einrieseln lassen und einige Minuten weiter schlagen bis sich der Zucker gelöst hat. Es entsteht eine zähe Baisermasse. Diese auf den Beeren verteilen – je nach Bedarf mit einer Spritztüte oder einfach mit einem Löffel.  Den Kuchen noch ca. 15 Minuten backen bis das Baiser beginnt goldgelb zu werden.

15 bis 30 Minuten abkühlen lassen und dann heißt es: Ran an die Gabeln! Guten Appetit!

Backen, Sistereck

Amerikaner

Amerikaner – auch so eine Familientradition bei uns. Während unsere Mama zu unseren Geburtstagen immer mit dem Marmorkuchen beschäftigt war (Rezept gibt es hier), hat unser Papa immer Amerikaner gebacken. Lecker! Natürlich wurden sie auch verziert! Ganz individuell, lusitg, bunt. Für die Mitschüler auch gerne mal mit Rechenaufgababen 😀 Diese Geburtstagstradition hat sich nicht ganz so gut gehalten wie der Marmorkuchen, trotzdem werden auch die Amerikaner immer wieder gerne gebacken.

Und weil sie so schön zu verzieren sind, gibt es sie heute mal als Karnevals- oder Faschings-Version. Mit Smarties, Streuseln und Clowns-Gesichtern. Da macht das Essen doch gleich doppelt Spaß!

Zum Nachbacken braucht Ihr:

  • 2 Eier
  • 150 g Zucker
  • 1 Päckchen Vanille- oder Vanilinzucker
  • 125 g Butter
  • 300 g Mehl
  • 2 TL Backpulver

Bevor Ihr loslegt, den Backofen auf 170 Grad (Ober-/Unterhitze) vorheizen und Backpapier auf einem Backblech ausbreiten.

Eier, Butter, Zucker und Vanillezucker mit dem Mixer (Rührstäbe) einige Minuten kräftig aufschlagen bis alles schaumig ist. Das Backpulver unter das Mehl mischen und zu der schaumigen Ei-Butter-Masse dazugeben, mit den Knethaken einige Minuten vermengen. Die Masse sollte recht zäh, aber nicht trocken oder bröselig sein. Für den Fall, dass dies doch passiert ist, einfach einen Schluck Milch dazugeben und gut verrühren.

Den fertigen Teig mit einem Spritzbeutel oder einem Löffel in Kreisen mit ca. 7 cm Durchmesser auf dem mit Backpapier ausgelegten Blech verteilen. Da die Amerikaner beim Backen noch deutlich aufgehen, solltet Ihr genügend Platz zwischen den einzelnen Kreisen lassen. Wir haben einen unterdurchschnittlich kleinen Ofen, deshalb bekomme ich nur 9 Amerikaner pro Runde auf ein Blech. Bei einem normal großen Backofen schafft Ihr vermutlich 12 bis 16 Stück. So oder so müsst Ihr mehr als eine Runde backen, also könnt Ihr bei der ersten auch einfach etwas vorsichtiger mit dem Absand sein und in der zweiten Runde dann bei Bedarf mehr Amerikaner auf dem Blech verteilen.

Das Backblech in der Mitte des Ofens einschieben und die Amerikaner 10 Minuten backen. Da sie nach dem Abkühlen noch nachhärten, dürfen sie sich noch etwas weich anfühlen, wenn Ihr sie aus dem Ofen nehmt.

Zum Verzieren braucht Ihr

  • ca. 250 g Puderzucker
  • einige EL heißes Wasser
  • etwas Zitonensaft
  • Zuckerstreusel, Smarties, Zuckerschrift oder wonach Euch sonst so der Sinn steht

Aus dem Puderzucker, dem Wasser und dem Zitronensaft einen dickflüssigen Zuckerguss anrühren. Dazu am besten nicht allen Puderzucker auf einmal verwenden, sondern die Masse nach und nach anrühren. Für den Fall, dass Ihr zu viel Wasser oder Zitronensaft verwendet habt, bleibt Euch dann noch ein bisschen Puderzucker zum Eindicken der Glasur. Die Amerikaner mit dem Zuckerguss einpinseln (oder mit einem TL darauf verteilen) und wenn Ihr mögt, noch mit Zuckerdeko verzieren. Wenn Ihr die Amerikaner mit Zuckerschrift verzieren wollt, solltet Ihr die Glasur zunächst 3-4 Stunden gut trocknen lassen.

Guten Appetit und viel Spaß beim Nachbacken!

Backen

Schokobrownies – gehen immer!

Kennt Ihr das, wenn Euch dieser unbändige Appetit auf saftige Schokobrownies mit Kirschen packt? Nein? Dann kennt Ihr unsere Brwonies noch nicht 😀 Und wenn Ihr dieses Gefühl doch kennt, werdet Ihr die Brownies umso mehr lieben! Das Rezept ist ebenso einfach wie schnell gemacht und das Ergebnis einfach ein Traum. Wenn ich daran denke, läuft mir das Wasser im Mund zusammen und im Kopf erstelle ich direkt eine Einkaufsliste… Zugegeben, ich bin auch so ein richtiger Schokoholic. An alle Schokoladenliebhaber – ich kann Euch das Rezept wirklich nur ans Herz legen!

Was Ihr zum Nachbacken braucht:

  • 100 g Vollmilchschokolade
  • 100g Zartbitterschokolade
  • 175 g Butter
  • 325 g Zucker
  • 130 g Mehl
  • 3 Eier

Anders als bei den meisten anderen Rezepten benötigt ihr hier lediglich einen mittelgroßen Topf und einen Schneebesen zum Rühren.

Bevor Ihr loslegt, den Backofen auch 170 Grad vorheizen und den Boden einer Springform (∅ 24 oder 26 cm) mit Backpapier auslegen.

Zunächst die Schokolade zerkleinern und zusammen mit der Butter im Topf bei mittlerer Hitze schmelzen. Sobald sich alle Bestandteile gut miteinander vermischt haben und es keine Klümpchen mehr gibt, langsam den Zucker dazugeben und alles gut verrühren. Gearbeitet wird weiter bei mittlerer Hitze, die Masse sollte aber auf keinen Fall zu heiß werden oder zu kochen anfangen. Sonst karamellisiert der Zucker und die Brownies werden zäh statt saftig.

Anschließend das Mehl dazugeben und als letztes die Eier untermischen. Den fertigen Teig in die Springfom geben und in der mitte des Ofens ungefähr 35 Minuten backen. Der Teig sollte außen fest werden, innen darf er gerne noch weich, aber nicht flüssig sein.

Jetzt noch eine Weile abkühlen lassen und dann mit Kirschen, Eis oder wonach Euch sonst so ist servieren. Guten Appetit!

Konfetti-Brownies

Backen, Sistereck

Marmorkuchen – ein Klassiker

Seit ich mich erinnern kann, gab es bei uns zum Geburtstag Marmorkuchen. Mit Schokoladenglasur, Smarties und Kerzen. Wie es Kinder lieben! Wenn wir Kinder im Bett waren, hat meine Mama mit dem Backen und Verzieren begonnen. Und damit über Jahre eine Tradition geschaffen, die wir auch heute gerne zu jedem Geburtstag fortführen. Inzwischen wird es immer schwieriger, alle Kerzen auf dem Kuchen zu platzieren. Was uns aber nicht davon abhält, es jedes Jahr aufs neue zu versuchen. 33 ist unser bisheriger Rekord 😉 Irgendwann müssen wir wahrscheinlich die Smarties noch weiter reduzieren oder an die Seite des Kuchens verbannen.

Ohne Glasur und Smarties kommt der Marmorkuchen allerdings auch gut an. Ob für den Sonntagskaffee oder die Kollegen.

Ich selbst habe mit 6 oder 7 Jahren meinen ersten Marmorkuchen gebacken und dabei gleich mal das Eiweiß vergessen. Aber auch beim Backen gilt „Übung macht den Meister!“ Und soweit ich mich erinnere, hat er trotzdem ganz gut geschmeckt.

Was Ihr zum Nachbacken braucht:

  • 4 Eier
  • 250 g weiche Butter
  • 350 g Zucker
  • 1 Päckchen Vanille- oder Vanillinzucker
  • 500 g Mehl
  • 1 Päckchen Backpulver
  • 50-100 ml Milch
  • 3 EL Backkakao

Bevor es losgeht, den Backofen auf 175 Grad (Ober-/Unterhitze) vorheizen und eine Gugelhupfform oder eine Springform mit Rohrboden (∅ 24 oder 26 cm) mit Butter einfetten.

Die Eier in Eiweiß und Eigelb trennen und zunächst das Eiweiß mit einem Mixer (Rührstäbe) steif schlagen. Anschließend zur Seite stellen.

Eigelb, Butter, Zucker und Vanillezucker mit dem Mixer (Rührstäbe) einige Minuten kräftig aufschlagen bis alles schaumig ist. Das Backpulver unter das Mehl mischen und zu der schaumigen Ei-Butter-Masse dazugeben. Mit dem Knethaken auf mittlerer Stufe unterrühren. Der Teig ist anschließend meist noch etwas krümelig und zäh, deshalb geben wir je nach Gefühl 50 – 100 ml Milch dazu bis eine glatte, aber nicht flüssige Masse entsteht. Dann das Eiweiß unterheben und den Teig halbieren. Die erste Hälfte in der Form verteilen. Ob ihr den ganzen Boden damit überzieht oder den hellen Teig nur punktuell in der Form verteilt, bleibt Euch überlassen. Den restlichen Teig gut mit dem Kakao vermischen und zwischen oder auf dem hellen Teig verteilen. Anschließend den Teig mit einer Gabel noch etwas vermischen, um das Marmormuster zu verstärken.

Den Kuchen im unteren Drittel in den vorgeheizten Ofen schieben und ca. 40 Minuten backen. Um zu kontrollieren, ob der Teig durchgebacken ist, einfach mit einem Zahnstocher in den Teig stechen. Wenn Teig am Stäbchen kleben bleibt, noch ein paar Minuten weiterbacken. Lasst Euch nicht davon täuschen, dass Euch der Teig vielleicht noch zu weich vorkommt oder sich etwas eindrücken lässt. Sobald er abkühlt härtet der Kuchen außen etwas nach und bleibt innen trotzdem schön fluffig und vor allem saftig!

Jetzt noch eine halbe Stunde abkühlen lassen und schon ist der Kuchen fertig. Guten Appetit!

Wenn Ihr ihn noch verzieren wollt, braucht Ihr

  • eine Packung Schokoladenglasur (je nachdem was Ihr mögt, gibt es die Glasur mittlerweile als weiße, Vollmilch- oder Zartbitter Variante)
  • eine Packung Smarties (Gummibärchen gehen natürlich auch)

Die Schokoladenglasur im Wasserbad oder in der Mikrowelle erwärmen. Achtung, sie sollte nicht kochen oder anbrennen! Anschließend den Kuchen rundherum mit der Glasur bestreichen (am besten eignet sich ein Küchenpinsel mit Naturhaaren) und die Smarties verteilen wie ihr mögt. Einige Zeit abkühlen lassen und fertig ist der Kindertraum!